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Medi-Karriere Medipedia Fossa pterygopalatina

Fossa pterygopalatina: Anatomie, Aufbau, Lage

Nicolas Simon
von Nicolas Simon (Medizinstudent) Zuletzt aktualisiert: 21.10.2025
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Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie, Aufbau und Lage
  3. Aufgabe und Funktion

Die Fossa pterygopalatina ist eine von zahlreichen “Gruben”, die sich im Bereich des äußeren Schädelknochens befindet. In ihr verlaufen wichtige anatomische Strukturen. Welche Nerven und Gefäße genau durch die Fossa pterygopalatina ziehen und wie sie begrenzt wird, behandelt dieser Artikel.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie, Aufbau und Lage
  3. Aufgabe und Funktion

Fossa pterygopalatina – Definition

Die Fossa pterygopalatina, die auch als “Gaumenflügelgrube” bezeichnet wird, ist eine Vertiefung an der Schädelbasis. Sie dient als Knotenpunkt zwischen der mittleren Schädelgrube, der Orbita und der Nase. Durch sie ziehen viele Gefäße und Nerven, welche die umgebenden Strukturen versorgen.

Fossa pterygopalatina – Anatomie, Aufbau und Lage

Die Fossa pterygopalatina liegt medial der Fossa infratemporalis an der Schädelbasis zwischen dem Processus palatinus (Maxilla) und dem Processus pterygoideus (Os sphenoidale). Die folgende Auflistung veranschaulicht alle Strukturen, die die Fossa pterygopalatina begrenzen:

  • Dach: Os sphenoidale
  • Boden: Übergang zum Spatium retropharyngeum
  • Rostral (zum Gesicht): Os palatinum, Tuber maxillae der Maxilla
  • Okzipital (zum Hinterhaupt): Processus pterygoideus des Os sphenoidale
  • Medial: Os palatinum
  • Lateral: Übergang zur Fossa infratemporalis

Neurovaskuläre Strukturen

Durch die Fossa pterygopalatina ziehen folgende Nerven und Gefäße:

  • Nervus maxillaris
  • Arteria maxillaris
  • Ganglion pterygopalatinum
  • der erste Abschnitt des Nervus zygomaticus
  • der erste Abschnitt des Nervus infraorbitalis
  • Venen und deren Äste

Verbindungen

Die Fossa pterygopalatina ist durch mehrere Öffnungen mit anderen wichtigen Strukturen im Bereich des Schädels verbunden. Durch die Fissura orbitalis inferior besteht ein Zugang zur Orbita. Das Foramen rotundum ebnet den Weg zur mittleren Schädelgrube (Fossa cranii media). Während der Canalis pterygoideus zum Foramen lacerum führt, verbindet das Foramen sphenopalatinum die Fossa pterygopalatina mit der Nasenhöhle. Durch die Fissura pterygomaxillaris gelangt man zur Fossa infratemporalis, wohingegen das Foramen palatinus majus und die Foramina palatina minora eine Verbindung zur Mundhöhle bilden.

Fossa pterygopalatina – Aufgabe und Funktion

Eine der Hauptaufgaben der Fossa pterygopalatina besteht darin, einen Raum für wichtige anatomische Strukturen bereitzustellen. Dazu zählen unter anderem das bereits genannte Ganglion pterygopalatinum, der Nervus maxillaris und die Arteria maxillaris. Diese Strukturen unterstützen eine Vielzahl an Funktionen im Kopf- und Gesichtsbereich.

Beim Ganglion pterygopalatinum handelt es sich um das größte der vier parasympathischen Ganglien im Bereich des Kopfes. Es sorgt für die Umschaltung von parasympathischen Fasern für die Nasen-, Gaumen-, Tränen- und Rachendrüsen sowie für die Gefäße des Gesichts und Gehirns.

Der Nervus maxillaris entspringt als zweiter Ast des fünften Hirnnervs (Nervus trigeminus). Er ist ein rein sensibler Nerv und spielt eine wichtige Rolle für die Innervation des mittleren Gesichtsbereichs. In der Fossa pterygopalatina gibt er weitere Äste wie den Nervus zygomaticus und den Nervus alveolaris posterior superior ab. Sein Hauptstamm zieht als Nervus infraorbitalis weiter in die Fissura orbitalis inferior.

Die Arteria maxillaris ist eine der Hauptäste der Arteria carotis externa und sie besteht aus drei Abschnitten, wovon der dritte in der Fossa pterygopalatina verläuft. Er versorgt den Gaumen, die Nasenhöhle und die Zähne des Oberkiefers.

Neben der Bereitstellung eines Raumes für die genannten anatomischen Strukturen, stellt die Schaffung von Verbindungen zu anderen Bereichen des Kopfbereiches ebenfalls eine wichtige Aufgabe der Fossa pterygopalatina dar (siehe Abschnitt “Verbindungen”).

Ausbreitung von Tumoren

Aufgrund ihrer Funktion als Knotenpunkt, der verschiedene Räume miteinander verbindet, ist sie jedoch auch anfällig für die Ausbreitung von bestimmten Tumoren oder auch Infektionen. Dies ist zum Beispiel beim juvenilen Angiofibrom des Nasopharynx oder bei einer bakteriellen Sinusitis der Fall. Die chirurgische Entfernung von Tumoren, die in diesen Bereich hineinwachsen, stellt eine große Herausforderung dar.

Häufige Fragen

  1. Was ist die Fossa pterygopalatina?
  2. Die Fossa pterygopalatina wird auch als “Gaumenflügelgrube” bezeichnet und ist eine Vertiefung an der Schädelbasis. Sie dient als Knotenpunkt zwischen der mittleren Schädelgrube, der Orbita und der Nase. Durch sie ziehen viele Gefäße und Nerven, welche die umgebenden Strukturen versorgen.

  3. Wo liegt die Fossa pterygopalatina?
  4. Die Fossa pterygopalatina liegt medial der Fossa infratemporalis an der Schädelbasis zwischen dem Processus palatinus (Maxilla) und dem Processus pterygoideus (Os sphenoidale).

  5. Welche Öffnung verbindet die Fossa pterygopalatina mit der Orbita?
  6. Die Fossa pterygopalatina ist durch die Fissura orbitalis inferior mit der Orbita verbunden.

  7. Was zieht durch die Fossa pterygopalatina?
  8. Durch die Fossa pterygopalatina ziehen folgende Strukturen: Ganglion pterygopalatinum, Arteria maxillaris, Nervus maxillaris, die ersten Abschnitte des Nervus zygomaticus und des Nervus infraorbitalis, Venen und deren Äste.

Autor
Nicolas Simon

Nicolas Simon

Medizinstudent

Nicolas studiert Humanmedizin im klinischen Abschnitt an der Universität des Saarlandes in Homburg. Bereits seit seiner Kindheit zählt das Schreiben von Texten aller Art zu seinen größten Hobbies. Deshalb freut er sich umso mehr, diese Leidenschaft mit seiner Faszination für alle möglichen Themen rund um die Medizin zu verbinden und die Leser/-innen durch sorgfältig recherchierte Texte für die Welt der Medizin zu begeistern.

Quellen
  1. Schünke M et. al., Prometheus: Lernatlas der Anatomie (Kopf, Hals und Neuroanatomie), Thieme, 5. Auflage
  2. Aumüller G et. al., Duale Reihe Anatomie, Thieme, 5. Auflage
  3. Schädel, https://next.amboss.com/... (Abrufdatum: 17.04.2024)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Dieser Artikel ist nur als Hintergrundinformation bestimmt. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbst Diagnosen zu stellen sowie Behandlungen anzufangen oder abzusetzen. Die Informationen können keinen Arztbesuch ersetzen. Bei medizinischen Anliegen und zur Klärung weiterer Fragen ist daher stets ein/e Arzt/Ärztin aufzusuchen.

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