
Inhaltsverzeichnis
Die Solfeggio-Frequenzen, die vor allem in der indischen Sanskrit-Tradition verwendet werden, haben auch in der westlichen Musikgeschichte eine lange Bedeutung. Dieser Artikel erklärt, was die Frequenzen sind, welche Effekte ihnen nachgesagt werden und was die Wissenschaft über die Solfeggio-Frequenzen weiß.
Inhaltsverzeichnis
Solfeggio-Frequenzen – Definition
Die Solfeggio-Frequenzen sind eine Reihe von Tönen, deren Schwingungen eine heilende Wirkung auf Körper und Geist haben sollen. Jede Frequenz, angegeben in Hertz (Hz), beschreibt die Anzahl der Schwingungen, die der Ton pro Sekunde durchläuft. Solfeggio-Frequenzen lassen sich auf unterschiedliche Weise anwenden. Einerseits kann man die gewünschte Frequenz als einzelnen Ton wiedergeben, etwa durch das Anschlagen eines Gongs oder einer Klangschale. Diese Methode findet vor allem bei der Chakra-Arbeit, der Klangtherapie und manchen Formen der Meditation Anwendung. Der Ton an sich ist dabei jedoch selten vollkommen rein, da immer ergänzende Schwingungen durch die Beschaffenheit des Instruments entstehen. Soll eine Einzelfrequenz isoliert abgespielt werden, muss sie synthetisch erzeugt werden.
Gängiger ist das Abspielen von Musik, die auf einer bestimmten Solfeggio-Frequenz basiert und diese immer wieder aufgreift, um die gewünschte Wirkung mit der Erzeugung einer angenehmen Atmosphäre zu verbinden.
Pflegefachkraft Stellenangebote
Die 6 Hauptfrequenzen
Es gibt sechs zentrale Solfeggio-Frequenzen. Jede dieser Frequenzen besitzt eine festgelegte Schwingungszahl, die einen bestimmten Bereich des Körpers ansprechen und heilen soll. Sie sind mit Silben aus der lateinischen Gesangslehre verknüpft, dem „Do-Re-Mi-System“, das Mönche zum Erlernen des Singens nutzten.
Nicht nur Solfeggio-Frequenzen, sondern auch die indische Mantra-Praxis beruhen auf dem Prinzip der Wirkung von Schwingungen und Klängen auf Körper und Geist. Daher gibt es auch eine Zuordnung der Frequenzen zu verschiedenen Chakren sowie zu indischen Silben und den damit verbundenen Farben.
- Die erste Frequenz lautete auf die Silbe Ut und wurde später zur Vereinfachung in Do umbenannt. Sie schwingt mit 396 Hz und wird dem Wurzel-Chakra und der Farbe Rot zugeordnet. Eine Blockade dieses Chakras wird mit Angst und Schuld in Verbindung gebracht. Der Einsatz der Frequenz soll dazu beitragen, diese negativen Empfindungen aufzuheben und den Körper zu verwurzeln.
- Die zweite Frequenz, Re, liegt bei 417 Hz. Sie adressiert das Sakral-Chakra, was die Abkehr von traumatisierenden Erlebnissen und negativen Emotionen hin zu einem positiven Lebensgefühl ermöglichen soll. Die zugehörige Farbe ist Orange.
- Als drittes folgt die auf Mi lautende Frequenz von 528 Hz, die sich an den Solarplexus, das Sonnengeflecht, richtet. Sie entspricht der Farbe Gelb. Ihre Effekte werden unter den Stichworten Transformation, Wunder und Heilung der DNA zusammengefasst.
- Die vierte Frequenz, die dem Herz-Chakra zugeordnet wird, heißt Fa und liegt bei 639 Hz. Ihre Farbzuordnung ist Grün. Sie soll die Kommunikation und harmonische Beziehungen fördern.
- Die letzten beiden Frequenzen, Sol und La, liegen bei 741 und 852 Hz. Sie richten sich an das Hals- und das Stirn-Chakra. Während die Sol-Frequenz Intuition, Problemlösefähigkeiten und den Selbstausdruck unterstützen sollen, ermöglicht La, sich mit dem Universum und seiner Energie zu verbinden und stellt den Kontakt mit der spirituellen Ordnung her. Ihre Farben sind Hellblau und Dunkelblau.
Psychotherapeut/in Stellenangebote
Solfeggio-Frequenzen – Historie
Die Solfeggio-Frequenzen erlangten in der westlichen Kultur im Mittelalter Bedeutung, als sie von gregorianischen Mönchen genutzt wurden, um sich bei Gebeten und Lobpreisungen stärker mit Gott zu verbinden. Die Bezeichnung „Do-Re-Mi“ (damals „Ut-Re-Mi“) stammt von den Anfangssilben eines Lobliedes auf den Heiligen Johannes. In den altindischen Sanskrit-Gesängen wurden ähnliche Frequenzen verwendet, jedoch eher mit dem Ziel, ihre heilende Wirkung auf den Körper zu entfalten. Die Übertragung der Frequenzen in die westliche Medizin wird dem Arzt Joseph Puleo zugeschrieben, der die heutigen Frequenzwerte entwickelte.
Es gibt viele weitere Frequenzen, denen positive Effekte auf den Körper nachgesagt werden. So soll beispielsweise die Schwingung bei 174 Hz Schmerzen lindern, während Töne um 285 Hz die Heilung von Wunden unterstützen soll.
Solfeggio-Frequenzen – Wirkung
Die beschriebenen Effekte der Solfeggio-Frequenzen werden durch den Einfluss von Schwingungen auf die Körperzellen erklärt, die zu einem Großteil aus Wasser bestehen. Ähnlich wie Ultraschallwellen in der Therapie, sollen die Frequenzen Blockaden im Körper lösen und den Energiefluss wiederherstellen. Dies zeigt sich in den körperlichen Reaktionen der Menschen auf Musik, wie einer ausgelassenen und fröhlichen Stimmung, einem beschleunigten Herzschlag, der Vertiefung der Atemzüge oder einer intensiven Ruhe mit langsamerem Puls und sinkendem Blutdruck.
Wissenschaftliche Forschung
Es gibt keine wissenschaftlichen Analysen, die sich unmittelbar mit den Solfeggio-Frequenzen befassen. Daher werden zur Verdeutlichung der Effekte von Musik auf den Körper häufig zwei Studien zitiert.
Eine dieser Untersuchungen wurde von einer japanischen Forschungsgruppe durchgeführt. Sie konnte nachweisen, dass beim Hören von Musik mit einer Grundfrequenz von 528 Hz die Kortisol-Spiegel im Blut absanken, während das „Kuschelhormon“ Oxytocin deutlich anstieg. Eine italienische Auswertung zeigte geringere Blutdruckwerte und eine niedrigere Pulsfrequenz beim Hören von Tonfrequenzen um 432 Hz gegenüber den gängigen 440 Hz, mit denen heutzutage die meisten Instrumente gestimmt werden.
Anzumerken ist, dass die Studienpopulationen lediglich neun Teilnehmer in der japanischen und 35 in der italienischen Studie aufwies und somit nicht repräsentativ ist.
Fazit
Den 6 Solfeggio-Frequenzen werden heilende Kräfte nachgesagt. Ihr Einsatz soll helfen, Körper und Geist in Einklang zu bringen, natürliche Energien freizusetzen und mit vergangenen Erlebnissen abzuschließen. Wenngleich die Wirkung der Frequenzen bislang nicht wissenschaftlich untersucht wurde, so gibt es derzeit keine Hinweise auf schädliche Effekte. Ihre Anwendung kann andere Entspannungsverfahren wie die Meditation ergänzen.
Stellenanzeigen im Gesundheitswesen
Wer auf der Suche nach einer spannenden Beschäftigung ist, findet bei Medi-Karriere zahlreiche Stellenangebote im Gesundheitswesen. Dazu gehören beispielsweise Stellen als Pain Nurse, Angebote als Study Nurse oder Jobs in der Therapie.
Häufige Fragen
- Was bewirken Solfeggio-Frequenzen?
- Welche Solfeggio-Frequenzen gibt es?
- Sind Solfeggio-Frequenzen beweisbar?
- Wo kann man Solfeggio-Frequenzen hören?
Solfeggio-Frequenzen wird eine heilende Wirkung auf den Körper nachgesagt. Sie sollen Blockaden des natürlichen Energieflusses lösen und helfen, Körper und Geist in Einklang mit sich und dem Universum zu bringen. In Ihrer Wirkung stehen sie in Einklang mit den Chakren aus der indischen Sanskrit-Lehre.
Es gibt 6 Hauptfrequenzen, deren Namen von der traditionellen Do-Re-Mi-Gesangslehre abgeleitet sind. Sie liegen als Einzeltöne in einem Spektrum von 396 bis 852 Hz und sind jeweils einem Körper- und Wirkungsbereich zugeordnet, wodurch sie häufig mit den Chakren in Verbindung gebracht werden.
Es gibt keinen direkten wissenschaftlichen Nachweis für die Wirkung der Solfeggio-Frequenzen. Allerdings zeigen kleinere Studien zu anderen Tonfrequenzen Hinweise auf deren mögliche Effekte auf den menschlichen Körper. Gezielte Untersuchungen der Solfeggio-Frequenzen könnten hier weitere Klarheit bringen.
Solfeggio-Frequenzen und entsprechende Musikstücke sind online erhältlich, sowohl zum Anhören als auch zum Kauf. In Meditationskursen werden zudem oft Klangschalen oder ein Gong verwendet, die auch für den Gebrauch zu Hause erworben werden können.
- Akimoto, K. et al., Effect of 528 Hz Music on the Endocrine System and Autonomic Nervous System. In: Health (Scientific Research Publishing, Ausgabe 10/2018, S. 1159-1170)
- Calamassi, D., Pomponi, G. P., Music Tuned to 440 Hz Versus 432 Hz and the Health Effects: A Double-blind Cross-over Pilot Study. In: Explore (Elsevier, Ausgabe 4/2019, S. 283-290)








