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Medi-Karriere Medipedia Tränendrüse

Tränendrüse (Glandula lacrimalis)

Robin Kaus
von Robin Kaus (Medizinstudent) Zuletzt aktualisiert: 21.10.2025
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Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie & Aufbau
  3. Histologie
  4. Embryologie
  5. Aufgaben & Funktion
  6. Klinik: Dakryoadenitis

Fahrtwind, Staub oder Emotionen – all diese Dinge können dafür sorgen, dass einem die Tränen in die Augen schießen. Doch woher kommt diese Tränenflüssigkeit eigentlich? Der Hauptteil dieses Sekrets entstammt der Tränendrüse, eine Drüse am oberen Außenrand des Auges. Wie genau diese Drüse anatomisch und histologisch aufgebaut ist, welche Aufgaben der Tränenfilm erfüllt und was eine Dakryoadenitis ist, erklärt dieser Artikel.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie & Aufbau
  3. Histologie
  4. Embryologie
  5. Aufgaben & Funktion
  6. Klinik: Dakryoadenitis

Tränendrüse – Definition

Die Tränendrüse (Glandula lacrimalis) ist ein essentieller Bestandteil des menschlichen Tränenapparates. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Produktion von wässriger Tränenflüssigkeit, welche den größten Anteil des Tränenfilms darstellt. Die Glandula lacrimalis befindet sich in der Fossa glandulae lacrimalis des Os frontale. Damit kommt die Drüse oberhalb des lateralen Lidwinkels des Auges zum Liegen und sitzt dem Augapfel kraniolateral auf.

Grafik Tränendrüse

Tränendrüse – Anatomie und Aufbau

Die annähernd mandelförmige Tränendrüse besteht aus mehreren Drüsenlappen, welche durch Bindegewebe unterteilt werden. Insgesamt finden sich acht bis zwölf Ausführungsgänge, die in den Fornix conjunctivae superior (obere Umschlagfalte der Bindehaut) münden.

Nahezu unsichtbar

Die Tränendrüse ist normalerweise von außen weder tast- noch sichtbar. Eine Ausnahme stellen jedoch Menschen mit schwarzer Hautfarbe dar, da sie in der Regel eine flachere Orbita besitzen.

Durch die Sehne des Musculus levator palpebrae wird die Glandula lacrimalis außerdem in zwei Anteile untergliedert:

  • Pars palpebralis (oberhalb der Sehne)
  • Pars orbitalis (unterhalb der Sehne)

Der orbitale Anteil macht dabei mit 2/3 der Gesamtgröße den größeren Anteil aus. Die Pars palpebralis kann man sichtbar machen, indem man das Oberlid ektropiert (umstülpt).

Weitere Tränendrüsen

Die Glandula lacrimalis stellt die Haupttränendrüse dar. Daneben gibt es noch weitere, akzessorische Tränendrüsen:

  • Krause´sche Tränendrüse
  • Wolfing´sche Tränendrüse

Diese beiden Drüsen produzieren jedoch lediglich fünf Prozent der Tränenflüssigkeit.

Innervation

Für die sekretorische Funktion der Tränendrüse sind Nervenfasern des Parasympathikus verantwortlich. Diese ziehen vom Nucleus salivatorius superior (im Pons) zunächst zusammen mit dem Nervus intermedius (Teil des N. facialis) und anschließend mit einem parasympathischen Ast, dem Nervus petrosus major, zum Ganglion pterygopalatinum. Nach einer Umschaltung gelangen die parasympathischen Fasern weiter mit dem Nervus zygomaticus und schließlich mit dem Nervus lacrimalis zur Glandula lacrimalis.

Sensibel wird die Tränendrüse durch den Nervus lacrimalis des Nervus ophthalmicus versorgt. Fasern des Sympathikus entstammen aus dem Halsbereich und erreichen die Drüse, indem sie mit der Arteria lacrimalis verlaufen.

Blutversorgung

Die wichtigsten Blutgefäße zur Versorgung der Tränendrüse sind:

  • A. lacrimalis (aus A. ophthalmica)
  • V. lacrimalis (in V. ophthalmica superior)

Tränendrüse – Histologie

Die Glandula lacrimalis ist vom Typ her eine rein seröse, verzweigte, tubuloalveoläre Drüse. Damit ist sie der Ohrspeicheldrüse in histologischer Hinsicht ähnlich. Allerdings gibt es wichtige Unterscheidungsmerkmale, denn zum einen fehlen der Tränendrüse Schalt- und Streifenstrücke. Zum anderen besitzen ihre Endstücke sehr weite Lumen.

Im Bindegewebe finden sich zudem Lymphozyten und Plasmazellen. Mit zunehmendem Alter steigt außerdem der Anteil an Fettzellen in diesem Bereich. Des Weiteren liegen zwischen dem Drüsenepithel und der Basalmembran Myoepithelzellen, welche durch Kontraktion den Sekretionsvorgang unterstützen. Das produzierte Sekret der Tränendrüse mündet zunächst in die Drüsentubuli und anschließend in die intralobulären Ausführungsgänge. Von letzteren gibt es zwischen acht und zwölf Stück je Drüse und sie münden allesamt in den Fornix conjunctivae superior.

Tränendrüse – Embryologie

Die Tränendrüse entwickelt sich aus ektodermalem Gewebe. Die Entwicklung beginnt mit einer Verdickung und Kondensierung des Mesenchyms um den Fornix conjunctivae superior herum. Zwischen der neunten und 16. Fetalwoche geht die Drüse dann aus einer Epithelaussprossung des Oberflächenektoderms, welche vom Konjunktivalsack ausgeht, hervor. Die Aussprossungen werden anschließend in tubuläre Schläuche umgewandelt. Die räumliche Teilung der Glandula lacrimalis (durch den M. levator palpebrae) erfolgt circa in der zehnten Fetalwoche.

Tränendrüse – Aufgaben und Funktion

Der gesamte Tränenapparat dient im Allgemeinen der Befeuchtung von Horn- und Bindehaut, um das Auge vor dem Austrocknen zu schützen. Die Tränendrüse übt die wichtige Aufgabe aus, eine isotone Tränenflüssigkeit zu produzieren und zu sekretieren. Damit trägt sie zum Aufbau des dreischichtigen Tränenfilms bei:

Lage Schicht Dicke Produktion
Außen Lipidschicht 0,1 µm Meibom-Drüsen
Mitte Wässrige Schicht 8 µm Tränendrüse
Innen Muzinschicht 0,8 µm Becherzellen der Bindehaut

Der Tränenfilm wird über den Lidschlag im Auge verteilt und fließt anschließend über den medialen Augenwinkel ab. Er enthält Enzyme und Proteine, welche eine antibakterielle Wirkung besitzen, und dient somit zur Spülung und Desinfektion des Auges. Das enthaltene EGF (epidermal growth factor) fördert außerdem die Heilung kleinerer Wunden, indem es die Zellteilung stimuliert. Des Weiteren versorgt der Tränenfilm die Cornea per Diffusion und bildet eine glatte Oberfläche, was für die Lichtbrechung und den Sehvorgang von wichtiger Bedeutung ist.

Wie viel Tränenflüssigkeit produziert die Tränendrüse?

Die Tränendrüse produziert täglich etwa 500ml Tränenflüssigkeit. Während dem Schlafen wird die Produktion allerdings pausiert.

Die beiden akzessorischen Tränendrüsen (Krause und Wolfing) helfen ebenfalls bei der Produktion des wässrigen Tränenfilms, kommen jedoch zusammen auf nur circa fünf Prozent der Gesamtmenge.

Die Produktion der Tränenflüssigkeit kann außerdem durch verschiedene Reize stimuliert und gesteigert werden. Hierzu zählen zum einen äußere Reize, wie beispielsweise Fremdkörper im Auge, Licht oder Staub. Zum anderen können auch psychische, extra- oder intraokuläre Reize eine gesteigerte Tränenproduktion in der Glandula lacrimalis auslösen.

Tränendrüse – Klinik bei Entzündung (Dakryoadenitis)

Eine akut auftretende Entzündung der Tränendrüse bezeichnet man als “Dakryoadenitis acuta”. Das Leitsymptom ist dabei eine Paragraphenform des Oberlidrandes aufgrund der geschwollenen Drüse. Auslöser einer primären Dakryoadenitis sind vor allem Bakterien, darunter hauptsächlich Staphylokokken und Streptokokken. Daneben kann diese Entzündung auch im Rahmen eines systemischen Infekts, zum Beispiel bei Mumps, Masern, Influenza oder Scharlach, oder sekundär bei Trauma, Konjunktivitis oder Gerstenkorn (Hordeolum) entstehen.

Therapeutisch kommen feucht-warme und desinfizierende Umschläge sowie entzündungshemmende Medikamente in Frage. Gegebenenfalls ist auch eine Antibiose oder eine Abszessspaltung notwendig. In der Regel heilt eine akute Dakryoadenitis jedoch innerhalb von acht bis zehn Tagen spontan ab. Kommt es nicht zu einer vollständigen Abheilung, ist der Übergang in eine chronische Form (Dakryoadenitis chronica) möglich.

Mikulicz-Syndrom

Im Rahmen verschiedener Systemerkrankungen kann es zur chronischen Entzündung beider Tränen- und Ohrspeicheldrüsen kommen. Diesen Zustand bezeichnet man als "Mikulicz-Syndrom".

Häufige Fragen

  1. Wo sitzt die Tränendrüse im Auge?
  2. Die Tränendrüse (Glandula lacrimalis) befindet sich in der Fossa glandulae lacrimalis des Os frontale. Damit kommt die Drüse oberhalb des lateralen Lidwinkels des Auges zum Liegen und sitzt dem Augapfel kraniolateral auf.

  3. Was ist die Aufgabe der Tränendrüse?
  4. Die Aufgabe der Tränendrüse ist die Produktion von einer wässrigen Flüssigkeit (circa 500ml / Tag), die ein Bestandteil des Tränenfilms ist. Der Tränenfilm hält die Augenoberfläche feucht , schützt sie vor Infektionen und spült Fremdkörper aus den Augen. Diese Flüssigkeit enthält Wasser, Salze, Proteine und Fette, die zur Ernährung und zum Schutz der Augenoberfläche beitragen. Darüber hinaus unterstützen Tränen den Heilungsprozess bei Augenverletzungen und tragen zur Aufrechterhaltung einer klaren Sicht bei.

  5. Was versursacht eine Entzündung der Tränendrüse?
  6. Eine Entzündung der Tränendrüse (Dakryoadenitis) kann primär durch eine Infektion mit Bakterien entstehen, darunter hauptsächlich Staphylokokken und Streptokokken. Daneben kann diese Entzündung auch im Rahmen eines systemischen Infekts, zum Beispiel bei Mumps, Masern, Influenza oder Scharlach, oder sekundär bei Trauma, Konjunktivitis oder Gerstenkorn (Hordeolum) entstehen.

  7. Kann die Tränendrüse verstopfen?
  8. Ja, die Tränendrüse kann verstopfen, was oft zu einer Schwellung oder Entzündung im Bereich der Drüse führt. Diese Verstopfung kann durch eine Infektion, durch die Bildung eines Tränendrüsensteins (Dakryolith), durch Tumore / Zysten oder im Laufe des Altersprozesses verursacht werden. Eine verstopfte Tränendrüse kann zu Beschwerden wie Tränenausfluss, Schmerzen und Schwellungen im betroffenen Bereich führen und erfordert in der Regel eine medizinische Behandlung.

  9. Kann man sich die Tränendrüse entfernen lassen?
  10. Ja, es ist möglich, die Tränendrüse operativ zu entfernen, allerdings geschieht dies nur in seltenen und spezifischen medizinischen Fällen, wie bei Tumoren oder schweren Infektionen, die nicht auf andere Behandlungen ansprechen. Die Entfernung der Tränendrüse (Dakryoadenektomie) kann jedoch zu dauerhafter Trockenheit des Auges führen, da die Hauptquelle der Tränenflüssigkeit wegfällt. Daher wird vor einem solchen Eingriff sorgfältig abgewogen und es werden oft alternative Behandlungen in Betracht gezogen, um die natürliche Funktion der Tränendrüse so weit wie möglich zu erhalten.

Autor
Robin Kaus

Robin Kaus

Medizinstudent

Robin Kaus studiert Humanmedizin im klinischen Abschnitt an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Im Rahmen seines Studiums erhält er tiefgehende Einblicke in die ärztlichen und pflegerischen Abläufe in Krankenhaus, Arztpraxis, OP-Saal und Co. Dieses Wissen lässt er als Medizinredakteur in seine Artikel für Medi-Karriere einfließen. Seine Begeisterung für das Schreiben wurde vor einigen Jahren durch die Teilnahme an Poetry-Slams entfacht.

Quellen
  1. Wagner P, Lang G. Tränenorgane. In: Lang G, Lang S, Hrsg. Augenheilkunde. 7., überarbeitete Auflage. Stuttgart: Thieme; 2024
  2. Burk A, Burk R. Akute Dakryoadenitis. In: Burk A, Burk R, Hrsg. Checkliste Augenheilkunde. 7., vollständig überarbeitete Auflage. Stuttgart: Thieme; 2023
  3. Auge und Orbita, https://next.amboss.com/... (Abrufdatum: 02.04.2024)
  4. Erkrankungen des Tränenapparates, https://next.amboss.com/... (Abrufdatum: 02.04.2024)
  5. Lichtbrechende Strukturen und Hilfseinrichtungen des Auges: Histologie, https://viamedici.thieme.de/... (Abrufdatum: 02.04.2024)
  6. Dakryoadenitis, https://viamedici.thieme.de/... (Abrufdatum: 02.04.2024)
  7. Tumoren der Tränendrüse, https://viamedici.thieme.de/... (Abrufdatum: 02.04.2024)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Dieser Artikel ist nur als Hintergrundinformation bestimmt. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbst Diagnosen zu stellen sowie Behandlungen anzufangen oder abzusetzen. Die Informationen können keinen Arztbesuch ersetzen. Bei medizinischen Anliegen und zur Klärung weiterer Fragen ist daher stets ein/e Arzt/Ärztin aufzusuchen.

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