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Medi-Karriere Medipedia Ligamentum teres uteri

Ligamentum teres uteri: Definition, Anatomie, Klinik

Vivien Hornawsky
von Vivien Hornawsky (Medizinstudentin) Zuletzt aktualisiert: 22.10.2025
Ligamentum teres uteri

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie und Embryologie
  3. Funktion
  4. Klinik

Das Ligamentum teres uteri ist eines der Haltebänder der Gebärmutter und unterstützt ihre Fixierung im kleinen Becken. Es trägt zur typischen nach vorn geneigten Lage des Uterus bei und verläuft durch den Leistenkanal bis zu den großen Schamlippen. Trotz seiner eher geringen mechanischen Stabilität besitzt es anatomisch, embryologisch und klinisch relevante Eigenschaften. Struktur, Funktion und medizinische Relevanz des Ligamentum teres uteri stehen im Mittelpunkt dieses Artikels.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie und Embryologie
  3. Funktion
  4. Klinik

Ligamentum teres uteri – Definition

Das Ligamentum teres uteri ist ein paariges, bandförmiges Gebilde aus Bindegewebe, das zur Halteapparatur der Gebärmutter zählt. Es erstreckt sich vom oberen seitlichen Rand des Uterus, genauer vom Bereich der Tubenwinkel, durch den Leistenkanal bis zu den Labia majora. Aufgrund dieses Verlaufs wird es auch als “rundes Mutterband” bezeichnet.

Es gehört funktionell zu der Halteapparatur des Parametriums und zählt anatomisch zu den Derivaten des Gubernaculums. Im Gegensatz zu kräftigeren Bandstrukturen wie den Ligamenta sacrouterina übernimmt das Ligamentum teres uteri vorrangig eine Halte- und Führungsfunktion, weniger eine stabilisierende.

Ligamentum teres uteri – Anatomie und Embryologie

Das Ligamentum teres uteri entspringt beidseits am Tubenwinkel der Gebärmutter, also in unmittelbarer Nähe der Einmündung der Eileiter. Von dort zieht es anterior und lateral durch das Ligamentum latum, ein breites Bindegewebsband, das die Gebärmutter mit der Beckenwand verbindet. Anschließend verläuft es durch den inneren Leistenring in den Leistenkanal (Canalis inguinalis), den es vollständig durchquert. Es endet schließlich in der Subkutis der großen Schamlippen (Labia majora), wo es fächerartig ausstrahlt. Die durchschnittliche Länge beträgt etwa zehn bis zwölf Zentimeter, kann jedoch individuell variieren. Auch der genaue Endpunkt in den äußeren Genitalstrukturen zeigt gewisse anatomische Unterschiede.

Auf seinem Weg durchquert das Band mehrere anatomisch bedeutsame Regionen. Innerhalb des Canalis inguinalis (Leistenkanal) verläuft es oberhalb des Ligamentum inguinale und ist vom Processus vaginalis peritonei begleitet, der sich in der Regel zurückbildet. Im Canalis inguinalis liegt das Band eingebettet zwischen den Schichten der Bauchwand, insbesondere unterhalb der Fascia transversalis und in Kontakt mit Fasern des Musculus obliquus internus abdominis. Es verläuft medial zu den Vasa epigastrica inferiora, welche lateral des inneren Leistenrings lokalisiert sind und ist somit ein relevanter Orientierungspunkt bei chirurgischen Zugängen zur Leiste. In der Subkutis der Labia majora endet es nahe der Fascia superficialis perinei.

Ligamentum Teres Uteri Grafik

Embryologische Entwicklung

Embryonal geht das Ligamentum teres uteri aus dem unteren Anteil des Gubernaculums hervor, einer mesenchymalen Leitstruktur, die bei beiden Geschlechtern zunächst gleich angelegt ist. Während das Gubernaculum beim männlichen Embryo zur Entwicklung des Ligamentum testis beiträgt, differenziert es sich bei weiblichen Embryonen in zwei Strukturen, das Ligamentum ovarii proprium und das Ligamentum teres uteri.

Männliches Pendant

Das Ligamentum teres uteri entspricht entwicklungsgeschichtlich dem Ligamentum testis (Gubernaculum testis) beim Mann. Beide Strukturen entstehen aus dem embryonalen Gubernaculum und leiten die Abwärtsverlagerung der inneren Genitalanlagen. Während das männliche Pendant den Hodenabstieg in den Hodensack unterstützt, bleibt das weibliche Ligament als Verbindung zwischen Uterus und äußeren Genitalien bestehen. Diese gemeinsame Herkunft erklärt den analogen Verlauf durch den Leistenkanal.

Histologie

Histologisch besteht das Ligamentum teres uteri überwiegend aus lockerem kollagenem Bindegewebe mit eingelagerten glatten Muskelzellen. Diese muskulären Anteile lassen sich insbesondere im proximalen Abschnitt nachweisen, verlieren sich jedoch distal zunehmend. Innerhalb des Bandes verlaufen kleinere Blutgefäße, Lymphbahnen sowie vegetative Nervenfasern. Diese begleiten das Ligament entlang seines gesamten Verlaufs und sind vor allem bei operativen Eingriffen im Becken und in der Leistenregion von Bedeutung.

Gefäße und Nerven

Die arterielle Versorgung erfolgt überwiegend über Äste der Arteria uterina sowie aus der Arteria epigastrica inferior. Die venöse Drainage erfolgt über venöse Plexus im kleinen Becken, die in das Vena-iliaca-System münden. Innerhalb des Bandes verlaufen zudem vegetative Nervenfasern, die aus dem Plexus hypogastricus stammen. Diese sind funktionell von untergeordneter Bedeutung, können jedoch im Rahmen entzündlicher oder operativer Prozesse eine Rolle spielen.

Ligamentum teres uteri – Funktion

Das Ligamentum teres uteri erfüllt eine unterstützende Rolle bei der Stabilisierung der Uterusposition im kleinen Becken. Es wirkt insbesondere auf die sogenannte Anteversion der Gebärmutter hin, also die Neigung des Corpus uteri nach vorn in Richtung der Harnblase. Diese Lage entspricht der anatomischen Norm und wird durch das Zusammenspiel mehrerer Bänder und Muskelgruppen aufrechterhalten.

Während der Schwangerschaft kommt es zu einer deutlichen Verlängerung und Dehnung des Bandes. Der wachsende Uterus verändert seine Lage, was zu einer mechanischen Belastung des Ligaments führen kann. Diese Spannungsverhältnisse können insbesondere im zweiten Trimester gelegentlich ziehende Schmerzen in der Leistengegend verursachen, die als sogenannte “round ligament pain” beschrieben werden. Sie gelten als harmlos, müssen jedoch klinisch von anderen Ursachen abgegrenzt werden.

Darüber hinaus erfüllt das Ligamentum teres uteri eine führende Rolle bei der Fixierung der inneren Genitalanlagen im kleinen Becken während der Embryonalentwicklung sowie eine Leitstrukturrolle für begleitende Gefäße und Nerven. In der Erwachsenenanatomie ist dieser Aspekt funktionell zwar nachrangig, besitzt jedoch operative Relevanz bei laparoskopischen Eingriffen oder der Präparation des Leistenkanals.

Ligamentum teres uteri – Klinik

Neben dem “round ligament pain” spielt bei Frauen das Band bei Leistenhernien eine wichtige Rolle, da es durch den Leistenkanal zieht und somit Teil der Hernienpforte sein kann. Es dient bei der Operation als Orientierungspunkt und kann mitbetroffen sein.

In der gynäkologischen Chirurgie, insbesondere bei laparoskopischen Eingriffen wie Hysterektomien oder Myomentfernungen, nutzt man das Band zur anatomischen Orientierung. Es hilft bei der Präparation angrenzender Strukturen wie dem Ligamentum latum.

Seltene Veränderungen wie Verkalkungen, Fibrosierungen oder Zystenbildungen im Bandverlauf sind meist Zufallsbefunde. Bei chronischen Leistenschmerzen kann es jedoch Teil der Differenzialdiagnose sein.

Autor
Vivien Hornawsky

Vivien Hornawsky

Medizinstudentin

Als Medizinstudentin an der Universität des Saarlandes in Homburg erlangt Vivien tiefgehende Einblicke in ärztliche Tätigkeiten und eignet sich stetig neues Wissen über medizinische Themen an. Unter anderem durch ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Pflege vor Studienbeginn, erlangte sie bereits ein fundiertes Grundlagenverständnis für die verschiedenen Bereiche. Diese Erfahrungen lässt sie in ihre Arbeit als Medizinredakteurin mit Leidenschaft einfließen. Mit dem Schreiben begann sie bereits während ihrer frühen Jugend und vereint so zwei Faszinationen.

Quellen
  1. Aust G. et al., Duale Reihe Anatomie (Thieme, 6. Auflage, 2024)
  2. Uterus, https://next.amboss.com/... , (Abrufdatum: 05.04.2025)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Dieser Artikel ist nur als Hintergrundinformation bestimmt. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbst Diagnosen zu stellen sowie Behandlungen anzufangen oder abzusetzen. Die Informationen können keinen Arztbesuch ersetzen. Bei medizinischen Anliegen und zur Klärung weiterer Fragen ist daher stets ein/e Arzt/Ärztin aufzusuchen.

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