/www.medi-karriere.de
  • Login
    • Bewerber
    • Arbeitgeber
Medi-Karriere
  • Login
  • Bewerber Registrierung Arbeitgeber Registrierung
  • Stellenangebote
    • Stellenangebote
      • Arzt
      • Krankenpflege
      • Altenpflege
      • Medizinische Fachangestellte
      • Therapie
      • Rettungsdienst
      • Medizinische Berufe
      • Verwaltung
  • Mein Lebenslauf
  • Arbeitgeber entdecken
    • Arbeitgeber entdecken
      • Alle Arbeitgeber
      • Kliniken
      • Pflegeeinrichtungen
      • Öffentlicher Dienst
      • Unternehmen
      • Arztpraxen und MVZ
      • Soziale Dienste / Verbände
      • Öffentlicher Dienst
      • Pflegeeinrichtungen
      • Soziale Dienste / Verbände
  • Beruf und Karriere
    • Beruf und Karriere
      • Berufsfelder
      • Ausbildung & Berufe
      • Weiterbildung
      • Gehalt
      • Bewerbung
      • Lexikon
  • Magazin
  • Für Arbeitgeber

Medi-Karriere Magazin Pflegedokumentation

Pflegedokumentation: Definition und Grundsätze

Pflegedokumentation: Definition und Grundsätze

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Bedeutung
  3. 3 Bereiche der Pflegedokumentation
  4. Wichtige Daten
  5. 5 Grundsätze der Pflegedokumentation
  6. Beispiele
  7. Rechtliche Grundlagen
  8. Stellenangebote

Pflegedokumentation ist in der Pflege von großer Bedeutung, um eine angemessene und sinnvolle Pflege aller Patienten/-innen gewährleisten zu können. Dafür dokumentiert man alle wichtigen Informationen, Fortschritte oder Misserfolge. Die Bezeichnung “Pflegedokumentation” dient hierbei als Überbegriff für die verschiedenen Daten, die erhoben und abgespeichert werden.

Doch welche Informationen sind im Pflegekontext eigentlich interessant? Worauf muss man bei der Dokumentation achten und welche Mittel gibt es dafür? Inwiefern hilft eine gründliche Pflegedokumentation bei der Versorgung von Patienten/-innen überhaupt? Antworten auf diese und weitere Fragen sowie zwei konkrete Fallbeispiele sind in diesem Artikel zu finden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Bedeutung
  3. 3 Bereiche der Pflegedokumentation
  4. Wichtige Daten
  5. 5 Grundsätze der Pflegedokumentation
  6. Beispiele
  7. Rechtliche Grundlagen
  8. Stellenangebote

Pflegedokumentation – Definition

Die Pflegedokumentation ist eines der wichtigsten Arbeitsmittel der Pflege und umfasst alle relevanten Informationen bezüglich der zu behandelnden Person. Hierzu zählen die Gabe von Medikamenten, alle pflegerischen Maßnahmen und deren Wirkung, die Planung des weiteren Vorgehens und die gesundheitsrelevante Familiengeschichte sowie der allgemeine Gesundheitszustand der/des Pflegebedürftigen. Diese Informationen werden dann im besten Fall gebündelt an einem Ort gespeichert und stehen allen Pflegefachkräften und Pflegehelfern/-innen zur Verfügung.

Pflegedokumentation – Bedeutung

Die Zusammenstellung aller wichtigen Dokumente der Patienten/-innen ermöglicht allen Pflegenden die Gestaltung eines schnell nachvollziehbaren und gut anpassbaren Arbeitsprozesses. Auf diese Weise können Entscheidungen fundiert getroffen und Unsicherheiten besser vermieden werden. Ganz grundsätzlich liegt die Bedeutung der Pflegedokumentation demnach in der Bereitstellung aller wichtigen Informationen, um so sach- und fachgerecht planen und unnötige Fehler verhindern zu können. Dabei geht es nicht darum, jedes noch so kleine Detail der Betroffenen in Erfahrung zu bringen, sondern vielmehr darum, eine professionelle Arbeitsweise und ein Erreichen der Pflegeziele zu ermöglichen.

3 Bereiche der Pflegedokumentation

Ziel der Pflegedokumentation ist es, langfristig alle Informationen digital an einem Ort abzuspeichern, um in der gesamten Pflegeinrichtung auf diese zugreifen zu können. In der Realität sind viele Daten jedoch noch relativ verstreut zu finden. So werden einige Informationen händisch in Patienten-Akten festgehalten, wohingegen andere Dokumente bereits digitalisiert wurden.

Um hierbei einen Überblick zu behalten und eine effektive und professionelle Arbeitsweise zu gewährleisten, gibt es drei Bereiche, welche die Pflegedokumentation systematisch gliedern und erläutern. Hierzu gehören das Qualitätsmanagement, die Bereichshandbücher sowie verschiedene Dokumente und Checklisten.

Das Qualitätsmanagement umfasst dabei alle übergeordneten Regelungen, Schnittstellen und Prozesse, wohingegen die Bereichshandbücher sich mit spezifischeren Themen befassen. Dies können beispielsweise Regelungen zur Einhaltung eines Hygiene- beziehungsweise Notfallplanes oder auch Verfahrensanweisungen zur Umsetzung von Expertenstandards sein, wie Beispielsweise des Expertenstandards zur Sturzprophylaxe.

Der dritte Bereich beinhaltet alle übrigen Dokumente und Checklisten, die dem Pflegepersonal zur Verfügung stehen. Hierzu gehören Richtlinien für den richtigen Umgang mit Patienten/-innen, Auflistungen und Hinweise bezüglich der Medikation, Pflegevisitenformulare und Einarbeitungschecklisten sowie Beschwerdeformulare.

Expertenstandards in der Pflege

Expertenstandards sind in der Pflege wichtige Pfeiler für die korrekte Behandlung und vor allem für das korrekte Vorbeugen von Folgeerkrankungen. So gibt es beispielsweise einen Expertenstandard, der Stürze im Pflegeheim oder auf Station verhindern soll oder einen Expertenstandard für Mundgesundheit. Daraus leiten Pflegekräfte konkrete Handlungsanweisungen ab, die sie mit ihren Patienten/-innen durchspielen und üben können.

Pflegedokumentation – Wichtige Daten

Eine nachvollziehbare und gründliche Pflegedokumentation sollte immer alle wichtigen Daten enthalten. Um hierbei nichts zu vergessen, gibt es einige Elemente, die in keinem Fall fehlen dürfen. Die Daten beziehen sich dabei sowohl auf Informationen bezüglich der Patienten/-innen, als auch auf das pflegerische Vorgehen. Die folgende Auflistung dient als grober Überblick über alle wichtigen Elemente einer Pflegedokumentation.

  • Patienten/-innen-Stammblatt
  • Pflegeanamnese
  • Biografieformular
  • Sammlung aller ärztlichen Anordnungen beziehungsweise Therapiemaßnahmen
  • Medikamentenplan
  • Pflegeplanung
  • Pflegebericht mit Beurteilung der Ergebnisse der pflegerischen Maßnahmen
  • Nachweis der Durchführung
  • Schmerzerfassung
  • Wunddokumentation
  • Diät
  • Fieberkurve
  • Trinkprotokoll

5 Grundsätze der Pflegedokumentation

Es gibt verschiedene Grundsätze, in diesem Fall fünf, die eine erfolgreiche Pflegedokumentation ausmachen. So ist es wichtig, eine gründliche Anamnese durchzuführen, auf Basis welcher die Pflegekräfte dann das weitere Vorgehen planen können. Dabei ist es selbstverständlich aber auch entscheidend, alle Schritte zu protokollieren, um keine Daten zu verlieren und einen effektiven Informationsfluss zu ermöglichen. Die folgenden Abschnitte erläutern die einzelnen Grundpfeiler der Pflegedokumentation noch etwas genauer.

Ausbildungsplätze als Pflegefachkraft

Ausbildung zum Pflegefachmann 2026 (w/m/d)
Bad König
Asklepios Schlossberg Klinik Bad König
26.06.2026

Auszubildende zum Pflegefachassistent*in (Altenpflegefachhelfer*in) in MV- Ausbildungsdauer 1,5 Jahre
23966 Wismar
Diakonie Nord Nord Ost
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachfrau/Pflegefachmann (3 Jahre)
35394 Gießen
apm
13.07.2026

Ausbildung zur Pflegefachassistenz (m/w/d) – Gestalte ein Zuhause für Senior:innen in Berlin-Prenzlauer Berg
10409 Berlin
Seniorenstiftung Prenzlauer Berg
13.07.2026

Ausbildung zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau/Pflegefachkraft (d/w/m) in Köln
50996 Köln
CURA Seniorenwohn und Pflegeheime Dienstleistungs GmbH
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachmann/-frau (m/w/d)
50935 Köln
Caritas Bildungszentrum für Pflege GmbH
13.07.2026

Ausbildung zur Pflegefachkraft (m/w/a) in unserer ambulanten Pflege in Köln
50996 Köln
CURA Seniorenwohn und Pflegeheime Dienstleistungs GmbH
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachmann/-frau (m/w/d) ab 01.09.2026
93104 Sünching
Caritas Wohnen und Pflege gGmbH
13.07.2026

Ausbildung zur Pflegefachkraft (m/w/d) ab 01. Oktober 2026
Bergisch Gladbach
Quirlsberg Diakonischer Gesundheitscampus
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachassistent/in (m/w/d)
32584 Löhne
Caritas Altenhilfe im Erzbistum Paderborn gGmbH
13.07.2026

Ausbildung als Pflegefachhelferin / Pflegefachhelfer (m/w/d)
93053 Regensburg
medbo KU Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz
13.07.2026

Ausbildung zum/r Pflegefachmann/frau (m/w/d) für 2026 für regionale Kandidaten
55268 Nieder-Olm
Gemeinnützige Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe GFA mbH Zentrale
13.07.2026

Ausbildung zum/zur Pflegefachassistent:in / Pflegefachhelfer:in
17033 Neubrandenburg
maxQ im bfw Unternehmen für Bildung Berufsfortbildungswerk Gemeinnützige Bildungseinrichtung des DGB GmbH bfw
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachmann/-frau (m/w/d)
51109 Köln
Deutschordens Wohnstift Konrad Adenauer
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachassistenz (m/w/d)
12045 Berlin
Akademie Seehof gGmbH Pflegeschule
13.07.2026

Ausbildung zur Pflegefachkraft (m/w/d)
50735 Köln
SBK Sozial Betriebe Köln gemeinnützige GmbH
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachassistent/in (m/w/d)
50999 Köln
Diakonie Michaelshoven e V
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachassistent/in (m/w/d)
53879 Euskirchen
Pflegeschule VfA e V Verein für soziale Angelegenheiten
13.07.2026

Ausbildung zur Pflegefachassistent/-in
50935 Köln
Caritas Bildungszentrum für Pflege GmbH
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachassistent/in (m/w/d)
51109 Köln
Deutschordens Wohnstift Konrad Adenauer
13.07.2026

Zu allen freien Ausbildungsplätzen als Pflegefachkraft

Anamnese

Durch die Führung von Anamnese-Gesprächen und das Ausfüllen relevanter Fragebögen sollen alle wichtigen Informationen zu den Patienten/-innen gesammelt werden. Dies erfolgt in der Regel zu Beginn der Pflege beziehungsweise bei Aufnahme der Patienten/-innen. Durch das Gespräch können alle Fragen bezüglich der Formulare oder der Behandlungsmöglichkeiten persönlich geklärt werden. Auf diese Weise kann man Missverständnisse verhindern.

Für den Fall, dass die betroffene Person nicht in der Lage ist, eigenständig alle notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen, müssen die Angehörigen ebenfalls befragt werden.

Berichte

Das Verfassen von Berichten dient vordergründig der Dokumentation und Evaluation des Pflegeverlaufes. Wird das Pflegeziel erreicht? Wie ist der Gesundheitszustand der/des Patienten/-in? Gibt es neu auftretende Komplikationen? Dabei geht es beispielsweise um Veränderungen im Wohlbefinden, Reaktionen auf pflegerische Maßnahmen oder auch die psychische Verfassung.

Die Berichte sollen knapp, präzise und verständlich von allen pflegenden Fachkräften verfasst werden, um für alle gleichermaßen einen Überblick und die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

Planung

Auch die geplanten Pflegemaßnahmen müssen stets dokumentiert werden. Hierbei werden konkrete Handlungsanweisen geliefert, die festlegen wann, wie oft und auf welche Weise eine pflegerische Leistung erbracht werden soll. Dies ermöglicht eine einheitliche und sinnvolle Behandlung der Patienten/-innen.

Protokolle

Die verschiedenen Protokolle stellen eines der wichtigsten Arbeitsmittel der Pflegedokumentation dar und erlauben den Fachkräften ein einheitliches Vorgehen. Daher ist es wichtig, dass man als Fachkraft alles, was man an Patienten/-innen durchführt, anschließend auch dokumentiert.

Risikomanagement

Die Dokumentation aller pflegerischen Maßnahmen und deren Wirkung dient auch dem Risikomanagement. Anhand der regelmäßigen Überwachung und Berichterstattung sollen Probleme und Komplikationen rechtzeitig und zügig entdeckt werden können. Im Rahmen der Qualitätssicherung wird die Umsetzung dessen dann überprüft.

Pflegedokumentation – Beispiele

Doch was bedeutet Pflegedokumentation im Berufsalltag konkret? Worauf muss die Pflegekraft achten und in welchen Situationen ist eine Dokumentation notwendig? Hierzu gibt es in den folgenden Textabschnitten zwei Beispiele aus der Praxis, die die Funktionen der Pflegedokumentation vor Augen führen sollen.

Pflegefachkraft Stellenangebote

Pflegefachkraft (m/w/d) Thoraxchirurgie & Transplantation
Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
16.07.2026

Pflegefachkraft (m/w/d) Herzzentrum - Schwerpunkt Kardiologie & Rhythmologie
Lübeck
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
16.07.2026

Pflegefachkraft als Pflegeexperte Chirurgie und Gastroenterologie (m/w/d)
Münster
Clemenshospital Münster
16.07.2026

MFA, MTL, BTA oder Pflegekraft Auftragserfassung Mikrobiologie (m/w/d)
Freiburg im Breisgau
MVZ Clotten Labor Dr. Haas, Dr. Raif & Kollegen GbR
16.07.2026

Pflegefachkraft, Gesundheits- und Krankenpfleger*in oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in oder pädagogische Fachkraft (w/m/d)
Weinsberg
Klinikum am Weissenhof
15.07.2026

Examinierte Pflegefachkraft (m/w/d)
Krefeld
miCura Pflegedienste Krefeld GmbH
15.07.2026

Pflegefachkraft anästhesiologische Intensivstationen (w/m/d)
Villingen-Schwenningen
Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen GmbH
15.07.2026

Praxisanleiter Pflege (m/w/d), Wicker Klinik/Wirbelsäulenklinik
Bad Homburg vor der Höhe
Klinikdienst Werner Wicker GmbH & Co.KG - Wicker Klinik / Wirbelsäulenklinik
15.07.2026

Leiter*in Tagespflege (m/w/d)
Roßtal
AWO Kreisverband Mittelfranken-Süd e.V.
15.07.2026

Pflegefachmann / Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) Chest-Pain-Unit
Freudenstadt
Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt gGmbH
15.07.2026

Hygienefachkraft / Pflegefachkraft für Hygiene
Berlin
Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gemeinnützige GmbH (KEH gGmbH)
15.07.2026

Pflegefachkraft für die Nephrologie und Dialyse (m/w/d)
Brandenburg an der Havel
Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel GmbH
14.07.2026

Pflegefachkraft Forensische Psychiatrie (m/w/d)
Haina (Kloster)
Vitos gGmbH
14.07.2026

Pflegefachperson (m/w/d) für Schwerbrandverletzte
Berlin
BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin gGmbH
14.07.2026

Pflegefachperson (m/w/d) – Weaning
Berlin
BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin gGmbH
14.07.2026

Pflegefachperson (m/w/d) – Intensivstation
Berlin
BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin gGmbH
14.07.2026

Patientenmanager (m/w/d)
Leverkusen
Klinikum Leverkusen gGmbH
14.07.2026

Pflegefachkraft (m/w/d) für die interdisziplinäre Intensivstation
Kaufbeuren
Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren
14.07.2026

Operationstechnische Assistenten (OTA) (m/w/d) / examinierte Pflegefachpersonen (m/w/d) für den OP
Bad Oeynhausen
Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
14.07.2026

Pflegefachkraft oder Medizinische Fachangestellte (m/w/d) Urologische Ambulanz
Sindelfingen
Klinikverbund Südwest GmbH
14.07.2026

Zu den freien Pflegefachkraft Jobs

Fallbeispiel 1

Eine Bewohnerin eines Altenheimes klagt morgens plötzlich über starke Schmerzen. Aufgabe der Pflegekraft ist es nun, diesen Vorfall schriftlich zu dokumentieren und auf Basis der vorhergehenden Berichte eine mögliche Ursache herauszufinden. Des Weiteren plant die Betreuungskraft das weitere pflegerische Vorgehen und muss dieses dann ebenfalls schriftlich festhalten.

Fallbeispiel 2

Ein an Demenz erkrankter Mann, der bisher von Angehörigen Zuhause versorgt wurde, soll nun in ein Pflegeheim einziehen. Hier ist es entscheidend, dass die Pflegefachkraft sich mit den Angehörigen über den bisherigen Verlauf und alle pflegerischen Maßnahmen unterhält. Es muss eine gründliche Anamnese der Stammdaten, aller behandlungsrelevanten Informationen und der Biografie erfolgen. Dies muss die betreuende Person schriftlich festhalten und den Patienten sowie die Angehörigen über die Datenschutzrichtlinien informieren.

Pflegedokumentation – Rechtliche Grundlagen

Bei allen pflegerischen Prozessen muss eine Dokumentation erfolgen. Diese Regelung wurde erstmals im Jahr 1976 in einem Urteil des Bundesgerichtshofs festgehalten. Das Urteil machte damit deutlich, dass alle ärztlichen und therapeutischen Vorgänge innerhalb einer Einrichtung verpflichtend schriftlich dokumentiert werden müssen. Jedoch beschloss man erst einige Zeit später, dass die Pflegedokumentation auch in rechtlichen Streitigkeiten als Beurteilungsgrundlage dienen soll. Mittlerweile gilt die Verpflichtung zur Dokumentation gleichermaßen für pflegerische sowie ärztliche Tätigkeiten. Aus diesem Grund legt das Krankenpflegegesetz das Thema Pflegedokumentation als eines der Ausbildungsziele fest.

Damit die Pflegedokumentation auch tatsächlich angemessen umgesetzt wird, schreibt zudem das Sozialgesetzbuch eine Qualitätssicherung in Form der Pflegedokumentation vor. Diese kann und wird vom medizinischen Dienst der Krankenversicherung im Rahmen der Qualitätssicherung überprüft.

Datenschutz

Im Verlauf der Pflegedokumentation erheben die Pflegekräfte einige Informationen bezüglich des Gesundheitszustandes, der behandlungsrelevanten Biografie, der Vorerkrankungen und gegebenenfalls psychischer Probleme. Da dies in der Regel recht private und sensible Daten sind, spiele Datenschutzmaßnahmen eine wichtige Rolle bei der Speicherung der erfassten Daten. Aus diesem Grund müssen alle Informationen entsprechend der EU-weiten Datenschutzverordnung sicher abgelegt und nur zu diesem Zweck verwendet werden. Hierbei ist es außerdem verpflichtend, die Patienten/-innen ausführlich über die Speicherung der Daten und wer auf diese Zugriff hat, aufzuklären.

Passende Stellenangebote für Pflegefachkräfte

Wer aktuell noch auf der Suche nach einem passenden Stellenangebot im Bereich Pflege ist, findet bei Medi-Karriere eine große Auswahl an Stellen. Hier gibt es beispielsweise Jobs in der Krankenpflege, freie Stellen für Altenpfleger/innen und Jobs als Pflegefachkraft.

Häufige Fragen

  1. Was muss eine Betreuungskraft dokumentieren?
  2. Eine Betreuungskraft muss zu Beginn üblicherweise ein Anamnesegespräch führen und alle wichtigen Informationen bezüglich der/des Patienten/-in zusammentragen. Im Laufe der Zeit müssen alle pflegerischen Maßnahmen, Medikamentenpläne und Veränderungen im physischen beziehungsweise psychischen Gesundheitszustand dokumentiert werden.

  3. Wie schreibe ich eine Pflegedokumentation richtig?
  4. Da die Pflegedokumentation auch in gerichtlichen Auseinandersetzungen als Grundlage dient, sollte sie immer gründlich und gewissenhaft erledigt werden. Hier gilt in der Regel der Grundsatz „Nicht dokumentiert, nicht gemacht“. Eine sorgfältige Dokumentation ist also auch aus rechtlichen Gründen unentbehrlich. Damit keine wichtigen Informationen verloren gehen, sollte die Dokumentation stets zeitnah und unter Angabe von Datum und Uhrzeit, erfolgen. Um Verwirrungen oder gar Fälschungen zu vermeiden, muss die händische Dokumentation immer mit einem dokumentenechten Stift, wie einem Kugelschreiber erledigt und fehlerhafte Einträge leserlich durchgestrichen werden. Die Dokumentation soll zudem präzise und sachlich formuliert sein, wobei lange Aufsätze und unklare Aussagen vermieden werden sollen.

  5. Was gehört zu einer Pflegedokumentation?
  6. Zu einer Pflegedokumentation gehören alle wichtigen Informationen bezüglich der zu betreuenden Person sowie eine detaillierte Berichterstattung über die Planung und die Durchführung des pflegerischen Vorgehens. Hierdurch können zum einen alle Pflegekräfte relativ schnell einen Überblick über die Lage erhalten, zum anderen dient die Pflegedokumentation auch in Rechtsstreitigkeiten als faktische Grundlage.

  7. Welche Ziele verfolgt die Pflegedokumentation?
  8. Die Pflegedokumentation verfolgt in erster Linie das Ziel, alle behandlungsrelevanten Dokumente der Patienten/-innen zu sammeln und festzuhalten. Dies soll einen sach- und fachgerechten Pflegeprozess, eine sinnvolle Planung und eine nachvollziehbare Behandlung gewährleisten. Im besten Falle liegen die gesammelten Daten gebündelt an einem Ort abgespeichert, sodass alle Fachkräfte zu jeder Zeit Zugriff auf benötigte Informationen haben.

Mehr zum Thema

Arzneimittel Engpässe
Arzneimittel-Engpässe machen Probleme
16.01.2023
Weiterlesen
Photo,Of,Pretty,Young,Girl,Sit,Desktop,Pc,Hold,Pen
Pflegeplanung schreiben: Aufbau, Fallbeispiele, Formulierungshilfen
07.11.2022
Weiterlesen
Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement BEM
Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) – Ablauf, Tipps und Infos
04.01.2023
Weiterlesen
Quellen
  1. Becker, Ute und Döbele, Martina: Pflegedokumentation. In: Ambulante Pflege von A bis Z, Berlin/Heidelberg 2016, https://books.google.de/... (Abrufdatum: 05.01.2022)
  2. Pflegedokumentation, https://www.dmrz.de/... (Abrufdatum: 05.01.2022)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Klara Eckhard
Klara Eckhard
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 16.06.2026

Themen

  • Ausbildung
  • Weniger anzeigen
Mehr anzeigen
< Vorheriger Artikel Nächster Artikel >

Neueste Stellenangebote

Neueste Stellenangebote

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Pflegefachkraft (m/w/d) Thoraxchirurgie & Transplantation
Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Pflegefachkraft (m/w/d) Herzzentrum – Schwerpunkt Kardiologie & Rhythmologie
Lübeck
Psychiatrie St.Gallen
Assistenzärztin/ Assistenzarzt 80 – 100 % Ambulatorium
Rorschach
Alle Jobs ansehen >>

First Ad

Registrierung Newsletter

Newsletter abonnieren

Mit dem Medi-Karriere Newsletter aktuelle Infos zu Pflege & Medizin & mehr erhalten.

Bitte eine gültige E-Mail-Adresse eingeben
Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung.

E-Mail-Adresse bestätigen

Second Ad

Jobs nach Berufsgruppe

Jobs nach Berufsgruppe

  • Pflege (10.684)
  • Krankenpflege (6.478)
  • Arzt/Ärztin (3.807)
  • MFA (3.398)
  • Therapie (3.175)
  • Psychologie (1.459)
  • Altenpflege (1.095)
  • Verwaltung (800)
  • Rettungsdienst (293)

Jobs per Mail erhalten

Jobs per Mail erhalten

Erhalte die neuesten Jobs für jede Suchanfrage kostenlos per E-Mail.

Jetzt aktivieren

Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung. Abmeldung jederzeit möglich.

 
footer_logo
  • +49 621 180 64 150
  • kontakt@medi-karriere.de
Arbeitgeber
  • Warum Medi-Karriere?
  • Stelle schalten
  • Preise
  • Mediadaten
Direktsuche Pflege
  • Krankenschwester Jobs
  • Kinderkrankenschwester Jobs
  • Altenpflege Jobs
  • MFA Jobs
Direktsuche Arzt
  • Assistenzarzt Jobs
  • Facharzt Jobs
  • Oberarzt Jobs
  • Chefarzt Jobs

© 2026 Medi-Karriere
  • Impressum
  • Kontakt
  • AGB
  • Datenschutz
  • Gender-Hinweis
JETZT den Medi-Karriere Newsletter abonnieren

Erhalte alle 14 Tage

  • Aktuelle Karriere-Informationen
  • Neueste Jobangebote
  • News aus Gesundheit, Pflege & Medizin
Bitte eine gültige E-Mail-Adresse eingeben
Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung.

E-Mail-Adresse bestätigen