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Der Fachkräftemangel in deutschen Kliniken ist längst mehr als ein organisatorisches oder wirtschaftliches Problem, denn er entwickelt sich zunehmend zu einem ernsthaften Risiko für die Patientensicherheit. Aktuelle Studien zeigen, dass fehlendes Pflegepersonal direkte Auswirkungen auf die Versorgungsqualität hat und die Sterblichkeit in Krankenhäusern dadurch messbar ansteigt.
Der folgende Artikel beleuchtet die Hintergründe, Ursachen und Folgen des Personalmangels.
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Untersuchung der Studie
Eine gemeinsame Studie des ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) Mannheim und des ifo Instituts München haben den Effekt des Pflegekräftemangels in deutschen Kliniken nahe der Schweizer Grenze auf die Sterblichkeitsraten in Krankenhäusern untersucht. Sie zeigt, wie sich der Fachkräftemangel auf die Sterblichkeit besonders vulnerabler Patientengruppen auswirkt.
Ursachen des regionalen Personalmangels
In den letzten etwa 15 Jahren haben viele Pflegefachkräfte aus Südwest-Baden-Württemberg Deutschland verlassen, um in der Schweiz zu arbeiten. Die Gründe hierfür waren unter anderem höhere Löhne und Nachfrage in der Schweiz, während die Tariflöhne in deutschen Krankenhäusern stagnierten.
Fachkräftemangel in der Pflege
Der Pflegemangel in Deutschland ist vor allem auf schlechte Arbeitsbedingungen wie hohe Arbeitsbelastung, Schichtdienst, eine vergleichsweise niedrige Bezahlung und geringe gesellschaftliche Anerkennung zurückzuführen. Hinzu kommen der demografische Wandel mit einer steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen, der altersbedingte Renteneintritt vieler Pflegekräfte sowie zu geringe Ausbildungs- und Bindungskapazitäten im Pflegesystem.
Auswirkungen auf die Sterblichkeit
Die Studie zeigte, dass die Sterblichkeit insgesamt um ca. 4,4 Prozent in den grenznahen Kliniken stieg, nachdem viele Pflegekräfte abgewandert waren. Besonders betroffen waren ältere Patienten und Notfallpatienten. Bei bestimmten schweren Erkrankungen gab es sogar deutlich höhere Sterblichkeitsanstiege. Beispielsweise stieg sie bei Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten, um knapp 18 Prozent an.
Die durchschnittliche Lebenserwartung in den betroffenen Regionen stagnierte, während sie im übrigen Deutschland weiter wuchs. Insgesamt verloren die Kliniken in diesen Regionen rund zwölf Prozent ihres Pflegepersonals.
Ausbildungsplätze als Pflegefachkraft
Ursachen für die erhöhte Sterblichkeit
Der Mangel an Pflegekräften führt dazu, dass einzelne Pflegefachkräfte deutlich mehr Patienten gleichzeitig versorgen müssen. Dadurch sinkt die Pflegeintensität, während Zeitdruck und Stress in der Versorgung zunehmen. In vielen Kliniken waren die Verantwortlichen zudem gezwungen, nicht dringende Eingriffe zu verschieben oder ganz zu reduzieren, um die knappen personellen Ressourcen auf akute Fälle zu konzentrieren. Diese Priorisierung wirkte sich spürbar auf die Qualität und Kontinuität der Versorgung aus.
Fazit
Pflegekräftemangel wirkt sich messbar negativ auf die Gesundheit und Überlebenschancen von Patienten aus. Regionen mit großem Personalabfluss zeigen eine höhere Sterblichkeitsrate, insbesondere bei älteren und kritisch erkrankten Personen. Dieser Befund steht im Einklang mit einer breiten internationalen Forschungslage, die Pflegepersonal als zentralen Faktor der Krankenhausqualität identifiziert.
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- Sterblickeit in Kliniken, https://www.tagesspiegel.de/... (Abrufdatum: 23.01.2026)
- Pflegekräftemangel, https://www.carevor9.de/... (Abrufdatum: 23.01.2026)
- ZEW ifo Study, https://www.ifo.de/... (Abrufdatum: 26.01.2026)








