Reinigungskräfte sorgen täglich für Hygiene und Ordnung in zahlreichen öffentlichen und privaten Einrichtungen. Ob in Schulen, Büros, Krankenhäusern oder Hotels, saubere Räume tragen wesentlich zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Menschen bei. Für die Tätigkeit ist meist keine formale Ausbildung erforderlich, jedoch bietet die Ausbildung zum Gebäudereiniger eine fundierte fachliche Qualifikation. Auch Gehalt, Arbeitszeiten und Einsatzorte unterscheiden sich je nach Branche und Arbeitgeber. Der folgende Überblick zeigt Aufgaben, Ausbildungsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven.
Das Wichtigste in Kürze
- Ausbildung: Für Reinigungskräfte meist keine Ausbildung erforderlich; möglich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Gebäudereiniger
- Gehalt: Branchenmindestlohn in der Gebäudereinigung seit 2026 bei 15,00 Euro pro Stunde
- Arbeitsorte: Schulen, Krankenhäuser, Hotels, Büros, Industrieanlagen oder Privathaushalte.
- Arbeitszeiten: Häufig Früh-, Abend- oder Wochenendschichten
- Aufgaben: Reinigung von Räumen und Oberflächen, Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsstandards sowie Pflege von Reinigungsgeräten
- Karriere: Weiterbildung zum Beispiel zum Gebäudereinigermeister oder im Facility-Management möglich
Was macht man als Reinigungskraft?
Reinigungskräfte säubern vielerlei Räume, Böden und Flächen in öffentlichen Gebäuden, darunter Büroräume, Küchen und Sanitäranlagen. Je nach Anforderungen der jeweiligen Stellenausschreibung können auch Aufgaben wie das Entsorgen von Müll, das Spülen von Geschirr oder das Gießen von Zimmerpflanzen zum Berufsbild einer Reinigungskraft zählen.
Wie läuft die Ausbildung als Reinigungskraft ab?
Für den Beruf Reinigungskraft ist keine geregelte Ausbildung erforderlich. Wer sich fachlich qualifizieren will, kann die Ausbildung zum Gebäudereiniger absolvieren. Diese dauert in der Regel drei Jahre und findet dual statt, das heißt sowohl in theoretischen Unterrichtseinheiten als auch in der praktischen Arbeit.
Wichtige Eigenschaften als Reinigungskraft
Der Beruf passt zu Dir, wenn Du viel Wert auf Sauberkeit legt und sehr gewissenhaft, strukturiert und eigenständig arbeitest. Außerdem solltest Du Freude an Planung und Organisation haben und ein Grundinteresse an Chemie mitbringen.
Voraussetzungen für die Ausbildung
Für den Beginn der Ausbildung zum Gebäudereiniger wird in der Regel mindestens ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt. Andere formale Anforderungen sind nicht zwingend. Jedoch können gute Noten in den Naturwissenschaften und Mathematik die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Bereich der Gebäudereinigung erhöhen.
Dauer und Aufbau der Ausbildung
In der Regel dauert die Gebäudereiniger-Ausbildung drei Jahre und wird dual durchgeführt – sowohl in der Berufsschule als auch in der beruflichen Praxis.
Inhalte der Ausbildung
In der Berufsschule werden vor allem Kenntnisse vermittelt, welche Reinigungsmittel für welche Flächen geeignet sind, wie diese chemisch zusammengesetzt sind und welches Material für Putzlappen am besten geeignet ist, um Glasflächen streifenfrei zu reinigen. Zudem gehört zum theoretischen Ausbildungsteil das Erstellen von Putzplänen und Gebäudeskizzen, um im Arbeitsalltag effizient und strukturiert vorzugehen.
Während des praktischen Ausbildungsteils sammelt man Erfahrungen bei der Reinigung von öffentlichen Räumen und Gebäuden. Dabei erlangt man Fachkenntnisse im Umgang mit verschiedenen Reinigungsgeräten und erlernt effektive Reinigungsstrategien. Neben allgemeinen Sauberkeitstechniken wird besonderer Wert auf Sicherheit und Schutz gelegt. Es wird gelehrt, wie man so reinigt, dass weder beißende Gerüche noch chemische Rückstände verbleiben und wie man gleichzeitig umweltschonend arbeitet.
Was verdient man in der Ausbildung?
Während der Ausbildung zum Gebäudereiniger erhalten Auszubildende eine monatliche Ausbildungsvergütung. Die genaue Höhe hängt vom Tarifvertrag sowie vom Ausbildungsbetrieb ab. In Betrieben ohne Tarifbindung kann die Vergütung jedoch etwas niedriger ausfallen. Mit zunehmender Ausbildungsdauer steigt das Gehalt kontinuierlich an, da Auszubildende mehr praktische Erfahrung sammeln und komplexere Aufgaben übernehmen. Die folgende Tabelle zeigt das durchschnittliche Ausbildungsgehalt in Betrieben mit Tarifbindung:
| Ausbildungsjahr | Ausbildungsvergütung (brutto pro Monat) |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | ca. 1.000 Euro |
| 2. Ausbildungsjahr | ca. 1.150 Euro |
| 3. Ausbildungsjahr | ca. 1.300 Euro |
Passt die Ausbildung als Reinigungskraft zu mir?
Die Tätigkeit als Reinigungskraft könnte die richtige Wahl sein, wenn:
- Interesse an Sauberkeit und Hygiene besteht, und man Freude daran hat, Räume sauber und ordentlich zu halten
- man gerne selbstständig arbeitet und die Fähigkeit zur effizienten Reinigung verschiedener Bereiche besitzt
- man körperlich fit ist und keine Probleme mit den physischen Anforderungen der Reinigungsarbeit hat
Auf der anderen Seite könnte die Tätigkeit als Reinigungskraft nicht die richtige Wahl sein, wenn:
- kein Interesse an Reinigungs- und Hygieneaufgaben besteht
- man Schwierigkeiten hat, selbstständig und effizient zu arbeiten
- die berufliche Rolle nicht mit den persönlichen Interessen oder beruflichen Zielen in Einklang steht
Wie sieht der Berufsalltag als Reinigungskraft aus?
Die Arbeitszeiten für Reinigungskräfte variieren je nach Plan. Der Tag kann entweder frühmorgens oder am späten Nachmittag oder Abend beginnen. Zunächst wird ein detaillierter Reinigungsplan für das Gebäude erstellt, und dann wird Raum für Raum gereinigt. In jedem Raum ist das Ziel, sicherzustellen, dass alles gründlich gesäubert wird, sodass es am nächsten Tag wieder ordentlich und funktionsfähig ist.
Aufgaben als Reinigungskraft
Die Aufgaben einer Reinigungskraft können je nach Arbeitsumgebung und -anforderungen variieren, umfassen jedoch in der Regel:
| Aufgaben | Beschreibung |
| Reinigung von Räumen | Dies beinhaltet das Staubsaugen oder Kehren der Böden, das Abwischen von Oberflächen, das Reinigen von Fenstern, das Leerung von Mülleimern und das Desinfizieren von Oberflächen. |
| Pflege und Instandhaltung von Reinigungsgeräten und -materialien | Reinigungskräfte müssen sicherstellen, dass ihre Ausrüstung ordnungsgemäß gewartet wird und dass Reinigungsmaterialien wie Reinigungslösungen und Tücher ausreichend vorhanden sind. |
| Einhaltung von Sicherheitsvorschriften | Das Arbeiten mit Reinigungsmitteln erfordert die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien und das Tragen von Schutzausrüstung, um sich selbst und andere zu schützen. |
| Beachtung von Gesundheitsstandards | In bestimmten Umgebungen, wie Krankenhäusern oder Lebensmittelverarbeitungsbetrieben, müssen Reinigungskräfte strengen Hygienevorschriften folgen. |
| Kommunikation | Die Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern oder Vorgesetzten, um spezielle Reinigungsanforderungen oder -probleme zu besprechen, ist ebenfalls Teil der Aufgaben. |
| Umweltschutz | Die umweltbewusste Entsorgung von Abfällen und die Verwendung von umweltfreundlichen Reinigungsmitteln können ebenfalls Teil der Verantwortung sein. |
| Dokumentation | Das Führen von Reinigungsprotokollen und die Erfassung von Arbeitsstunden oder Materialverbrauch sind weitere mögliche Aufgaben. |
Wo kann man als Reinigungskraft arbeiten?
Reinigungskräfte arbeiten an vielfältigen Einsatzorten, darunter Schulen, Krankenhäuser, Hotels, Restaurants, Lagerhallen und Privathaushalte. Ihr Aufgabenbereich erstreckt sich auf die Reinigung und Pflege öffentlicher Räumlichkeiten.
Reinigungskraft Stellenangebote
Arbeitszeiten als Reinigungskraft
Reinigungskräfte arbeiten oft zu Randzeiten, wie frühmorgens, spätabends oder am Wochenende, weshalb man häufig im Schichtdienst eingesetzt wird.
Was verdient man als Reinigungskraft bzw. Gebäudereiniger?
Ausgebildete Reinigungskräfte können in der Regel mit einem Einstiegsgehalt von 2.551 Euro brutto im Monat rechnen. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung verdienen ausgebildete Reinigungskräfte im Schnitt bis zu 3.125 Euro brutto im Monat. Das Durchschnittsgehalt einer Reinigungskraft liegt in Deutschland bei 2.824 Euro brutto im Monat.
Zusätzlich gilt in der Gebäudereinigung ein branchenweiter Mindestlohn. Seit 2026 liegt dieser für Reinigungskräfte in der Lohngruppe 1 bei 15,00 Euro pro Stunde. Für Fachkräfte in der Glas- und Fassadenreinigung gilt ein höherer Branchenmindestlohn von 18,40 Euro pro Stunde. Je nach Arbeitgeber können außerdem Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit gezahlt werden, wodurch sich das monatliche Einkommen weiter erhöhen kann.
Welche Berufsperspektiven und Zukunftsaussichten hat man als Reinigungskraft?
Die Berufsaussichten für Reinigungskräfte sind vielversprechend, da ihre Dienste in zahlreichen Einrichtungen und Branchen benötigt werden. Eine stetige Weiterentwicklung und Anpassung an moderne Reinigungstechniken kann die Karrierechancen zusätzlich erhöhen. Für diejenigen, die ihre Kompetenzen erweitern und sich beruflich weiterentwickeln möchten, bieten Weiterbildungen und spezialisierte Kurse hervorragende Möglichkeiten. So kann man nicht nur seine Fähigkeiten vertiefen, sondern auch in Führungspositionen oder spezialisierte Bereiche, wie etwa die Reinigung im medizinischen Umfeld, aufsteigen.
Bewerbung als Reinigungskraft
In der Bewerbung punktet man besonders, wenn man Charaktereigenschaft wie Flexibilität, Verlässlichkeit und Eigenständigkeit erwähnt. Strukturiertes Arbeiten und grundsätzliches Interesse für chemische Prozesse in der Bewerbung zu erwähnen, ist ebenfalls von Vorteil. Auch gute Deutschkenntnisse und der Besitz eines Führerscheins können ein Bonus in der Bewerbung sein.
Weiterbildung und Fortbildung
Ausgebildete Gebäudereiniger können sich mit einer Weiterbildung spezialisieren, sodass sie anspruchsvollere Aufgaben übernehmen und damit mehr Gehalt verdienen können. Gebäudereinigermeister zum Beispiel verdienen im Schnitt zwischen 2.700 Euro und 3.200 Euro brutto im Monat. Wer die Weiterbildung zum Fachwirt in Facility-Management macht, kann mit einem durchschnittlichen Gehalt von 3.400 Euro bis 3.900 Euro brutto im Monat rechnen.
Wie findet man passende Jobs als Reinigungskraft?
Wer derzeit noch auf der Suche nach einem passenden Stellenangebot als Reinigungskraft ist, findet bei Medi-Karriere eine große Auswahl, zum Beispiel Reinigungskraft-Stellen, Jobs als Hygienefachkraft und Fachkraft für Medizinproduktaufbereitung.
Häufige Fragen zum Beruf und Ausbildung der Reinigungskraft
- Braucht man eine Ausbildung als Reinigungskraft?
- Wie lange dauert die Ausbildung zum Gebäudereiniger?
- Wo arbeiten Reinigungskräfte?
- Welche Fähigkeiten sollten Reinigungskräfte mitbringen?
Für die Tätigkeit als Reinigungskraft ist meist keine Ausbildung erforderlich. Eine Ausbildung zum Gebäudereiniger verbessert jedoch die Karrierechancen.
Die Ausbildung zum Gebäudereiniger dauert in der Regel drei Jahre. Sie erfolgt dual im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Reinigungskräfte arbeiten beispielsweise in Schulen, Krankenhäusern, Büros, Hotels oder Privathaushalten. Der Einsatzort hängt vom Arbeitgeber ab.
Sorgfalt, Zuverlässigkeit und ein gutes Hygienebewusstsein sind wichtig. Auch körperliche Belastbarkeit und selbstständiges Arbeiten helfen im Berufsalltag.
- Ausbildung.de, „Gebäudereiniger / Gebäudereinigerin – Ausbildung“, https://www.ausbildung.de/berufe/gebaeudereiniger/ (letzter Zugriff am 10.03.2026).
- Bundesagentur für Arbeit, „BERUFENET – Gebäudereiniger/in“, https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/10223#zugangAnforderungen (letzter Zugriff am 10.03.2026).
- Bundesagentur für Arbeit, „BERUFENET – Helfer/in Reinigung“, https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/10236 (letzter Zugriff am 10.03.2026).
- Die Gebäudedienstleister – Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks, „Tariflöhne im Gebäudereiniger-Handwerk steigen zum Jahreswechsel 2026“, 29.12.2025, https://www.die-gebaeudedienstleister.de/wp-content/uploads/2025/12/251229_PM_Tarifloehne-im-Gebaeudereiniger-Handwerk.pdf (letzter Zugriff am 10.03.2026).






