/www.medi-karriere.de
  • Login
    • Bewerber
    • Arbeitgeber
Medi-Karriere
  • Login
  • Bewerber Registrierung Arbeitgeber Registrierung
  • Stellenangebote
    • Stellenangebote
      • Arzt
      • Krankenpflege
      • Altenpflege
      • Medizinische Fachangestellte
      • Therapie
      • Rettungsdienst
      • Medizinische Berufe
      • Verwaltung
  • Mein Lebenslauf
  • Arbeitgeber entdecken
    • Arbeitgeber entdecken
      • Alle Arbeitgeber
      • Kliniken
      • Pflegeeinrichtungen
      • Öffentlicher Dienst
      • Unternehmen
      • Arztpraxen und MVZ
      • Soziale Dienste / Verbände
      • Öffentlicher Dienst
      • Pflegeeinrichtungen
      • Soziale Dienste / Verbände
  • Beruf und Karriere
    • Beruf und Karriere
      • Berufsfelder
      • Ausbildung & Berufe
      • Weiterbildung
      • Gehalt
      • Bewerbung
      • Lexikon
  • Magazin
  • Für Arbeitgeber

Medi-Karriere Medipedia Interleukin

Interleukin: Wirkung und Definition

Elias Müller
von Elias Müller (Medizinstudent) Zuletzt aktualisiert: 22.10.2025
3d,Illustration,Of,Interleukin 2,(il2),Receptor,Binding,On,T,Cell

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Wirkung und Funktion
  3. Abbau

Interleukine sind zentrale Vermittler der Immunantwort und spielen eine entscheidende Rolle bei der Kommunikation zwischen Zellen des Immunsystems. Sie werden insbesondere von Leukozyten gebildet und wirken sowohl auf diese als auch auf andere Zielzellen, wodurch sie eine Vielzahl von immunologischen Funktionen steuern. In diesem Artikel geht es vor allem um die Wirkung und Funktion der Interleukine.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Wirkung und Funktion
  3. Abbau

Interleukin – Definition

Interleukine sind Zytokine, die hauptsächlich von Leukozyten gebildet werden und auf andere Leukozyten wirken. Sie dienen der Kommunikation zwischen Zellen des Immunsystems und modulieren eine Vielzahl immunologischer Prozesse wie Zellproliferation, Differenzierung und Entzündungsreaktionen. Je nach Art können sie proinflammatorisch oder antiinflammatorisch wirken.

Interleukin – Wirkung und Funktion

Interleukine sind Signalstoffe des Immunsystems, die hauptsächlich die Kommunikation zwischen Immunzellen koordinieren. Sie regulieren wesentliche Prozesse wie Zellwachstum, Differenzierung, Aktivierung und Entzündungsreaktionen. Je nach Typ wirken Interleukine entweder fördernd oder hemmend auf Immunantworten und tragen so zur Aufrechterhaltung der Immunbalance bei.

Proinflammatorische

  • Interleukin 1 (IL1): Es induziert Fieber durch Wirkung auf das hypothalamische Thermoregulationszentrum. Außerdem führt es zu einer Aktivierung von Endothelzellen durch eine erhöhte Expression von Adhäsionsmolekülen, was die Migration von Leukozyten in das Gewebe erleichtert. Die Stimulation von Makrophagen und T-Zellen sowie die Förderung der Synthese anderer Zytokine wie IL-6 und TNF-α verstärken die Immunantwort.
  • Interleukin 6 (IL6):  Auch Interleukin 6 sorgt für eine Fieberinduktion. Zusätzlich stimuliert es die Bildung von Akute-Phase-Proteinen in der Leber. Eine Stimulation der Hämatopoese findet auch statt, wodurch die Reifung und Proliferation hämatopoetischer Zellen im Knochenmark gefördert wird. Auch die Differenzierung von B-Zellen und die Aktivierung von T-Zellen ist ein relevanter Mechanismus, der durch IL-6 verstärkt wird.
  • Interleukin 8 (IL8): Interleukin 8 ist einer der stärksten Lockstoffe für neutrophile Granulozyten und fördert deren Migration ins entzündete Gewebe. Zusätzlich steigert es die Degranulation, Sauerstoffradikalbildung und Phagozytosekapazität der Neutrophilen. Es ist auch für die Aktivierung weiterer Immunzellen zuständig und trägt zur Neubildung von Gefäßen bei, was die Gewebereparatur unterstützt.

Antiinflammatorische

  • Interleukin 10 (IL10): IL10 trägt zur Hemmung proinflammatorischer Zytokine bei, denn es reduziert die Expression dieser Zytokine in Immunzellen. Zudem hemmt IL10 die Expression von Antigenen der Klasse MHC II, was eine Dämpfung der Immunreaktion zur Folge hat. Die Entzündungshemmung bietet auch einen Schutz vor Gewebeschäden bei entzündlichen und infektiösen Prozessen.

Sonstige

  • Interleukin 2 (IL2): IL2 ist essenziell für das Wachstum, die Differenzierung und das Überleben von T-Zellen. Es unterstützt die Funktion und Stabilität von regulatorischen T-Zellen und trägt damit zur Immuntoleranz bei. Außerdem steigert es die  Zytotoxizität und Proliferation natürlicher Killerzellen. Auch eine B-Zell-Stimulation findet unter IL2 statt.
  • Interleukin 4 (IL4): IL4 ist ein zentrales Zytokin der humoralen Immunantwort und spielt eine entscheidende Rolle bei der Differenzierung von T-Helferzellen. Es wird vor allem von T-Helferzellen vom Typ 2 (Th2), Mastzellen und basophilen Granulozyten produziert.

Interleukin – Abbau

Der Abbau von Interleukinen erfolgt primär über Enzyme und zelluläre Mechanismen, die ihre Konzentration im Gewebe und Blut regulieren. Nach ihrer Ausschüttung und Bindung an Zielzellen werden Interleukine entweder intern durch Endozytose und lysosomalen Abbau inaktiviert oder durch lösliche Rezeptoren abgefangen und neutralisiert. Zusätzlich können proteolytische Enzyme, wie Metalloproteinasen, Interleukine in ihrer Struktur verändern und so ihre Wirkung beenden.

Häufige Fragen

  1. Was sind Interleukine?
  2. Interleukine sind Botenstoffe (Zytokine), die von Immunzellen gebildet werden und der Kommunikation zwischen diesen Zellen dienen.

  3. Wer produziert Interleukine?
  4. Vor allem Leukozyten (z. B. T-Zellen, Makrophagen, Monozyten), aber auch andere Zelltypen wie Endothelzellen oder Fibroblasten.

  5. Wie wirken Interleukine?
  6. Sie binden an spezifische Rezeptoren auf Zielzellen und lösen dort Signalkaskaden aus, die z. B. Entzündungsreaktionen, Zellteilung oder Differenzierung steuern.

Autor
Elias Müller

Elias Müller

Medizinstudent

Elias studiert Humanmedizin im klinischen Abschnitt an der Medizinischen Fakultät Homburg der Universität des Saarlandes. Vorherige Ausbildungen in Rettungsdienst und Pflege ermöglichten ihm tiefe Einblicke in ärztliche und pflegerische Abläufe in Krankenhaus, OP-Saal und Rettungswesen. Dieses Wissen lässt er als Medizinredakteur in seine Artikel einfließen.

Quellen
  1. Silbernagel, Stefan et. al.: Physiologie (Thieme, 8. Auflage, 2018)
  2. Löffler/Petrides: Biochemie und Pathobiochemie, Springer, 10. Auflage
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Dieser Artikel ist nur als Hintergrundinformation bestimmt. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbst Diagnosen zu stellen sowie Behandlungen anzufangen oder abzusetzen. Die Informationen können keinen Arztbesuch ersetzen. Bei medizinischen Anliegen und zur Klärung weiterer Fragen ist daher stets ein/e Arzt/Ärztin aufzusuchen.

Mehr zum Thema

Prostaglandine ,Molecule.,Ball And Stick,Molecular,Model.,Chemistry,Related,3d,Rendering
Prostaglandine: Aufbau, Wirkung und Definition
17.01.2026
Weiterlesen
Antibodies,,Blood,Plasma,Globular,Proteins,,3d,Rendering
Immunglobuline (Antikörper) – Aufbau, Klassen und Funktion
21.10.2025
Weiterlesen
Human,Antibody,Binding,To,Human,Cell,Receptors.,3d,Illustration
Antigen: Vorkommen und Funktion
21.10.2025
Weiterlesen
 
footer_logo
  • +49 621 180 64 150
  • kontakt@medi-karriere.de
Arbeitgeber
  • Warum Medi-Karriere?
  • Stelle schalten
  • Preise
  • Mediadaten
Direktsuche Pflege
  • Krankenschwester Jobs
  • Kinderkrankenschwester Jobs
  • Altenpflege Jobs
  • MFA Jobs
Direktsuche Arzt
  • Assistenzarzt Jobs
  • Facharzt Jobs
  • Oberarzt Jobs
  • Chefarzt Jobs

© 2026 Medi-Karriere
  • Impressum
  • Kontakt
  • AGB
  • Datenschutz
  • Gender-Hinweis