/www.medi-karriere.de
  • Login
    • Bewerber
    • Arbeitgeber
Medi-Karriere
  • Login
  • Bewerber Registrierung Arbeitgeber Registrierung
  • Stellenangebote
    • Stellenangebote
      • Arzt
      • Krankenpflege
      • Altenpflege
      • Medizinische Fachangestellte
      • Therapie
      • Rettungsdienst
      • Medizinische Berufe
      • Verwaltung
  • Mein Lebenslauf
  • Arbeitgeber entdecken
    • Arbeitgeber entdecken
      • Alle Arbeitgeber
      • Kliniken
      • Pflegeeinrichtungen
      • Öffentlicher Dienst
      • Unternehmen
      • Arztpraxen und MVZ
      • Soziale Dienste / Verbände
      • Öffentlicher Dienst
      • Pflegeeinrichtungen
      • Soziale Dienste / Verbände
  • Beruf und Karriere
    • Beruf und Karriere
      • Berufsfelder
      • Ausbildung & Berufe
      • Weiterbildung
      • Gehalt
      • Bewerbung
      • Lexikon
  • Magazin
  • Für Arbeitgeber

Medi-Karriere Medipedia Hyaluronsäure

Hyaluronsäure: Eigenschaften, Wirkung und Anwendung

Lilli Abstein
von Lilli Abstein (Medizinstudentin) Zuletzt aktualisiert: 31.10.2025
Hyaluronsäure

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Aufbau und Synthese
  3. Funktion
  4. klinische Bedeutung und Anwendung
  5. Hyaluronsäure in der Kosmetik

Hyaluronsäure ist ein Stoff, der natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommt und dort wichtige Aufgaben erfüllt. Sie bindet Wasser, sorgt für Elastizität von Gewebe und spielt eine zentrale Rolle bei der Schmierung von Gelenken sowie bei der Wundheilung. Gleichzeitig hat sie sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil der Medizin und Kosmetik entwickelt. Ob als Injektion bei Arthrose, als Hilfsmittel in der Augenheilkunde oder als Feuchtigkeitsspender in Pflegeprodukten – Hyaluronsäure verbindet wissenschaftlich belegte Wirksamkeit mit breiter praktischer Anwendung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Aufbau und Synthese
  3. Funktion
  4. klinische Bedeutung und Anwendung
  5. Hyaluronsäure in der Kosmetik

Hyaluronsäure – Definition

Hyaluronsäure (neue Bezeichnung: Hyaluronan) ist ein Polysaccharid – genauer ein Glycosaminoglycan, also ein Polysaccharid, das aus sich immer wiederholenden Disacchariden besteht. Es kommt im Körper fast ubiquitär – also überall – vor. Entsprechend wird dem Molekül eine wichtige Rolle bei der Zellproliferation (Wachstum), Zellmigration (Bewegung) und entsprechend auch der Metastasierung („Streuung“) von Krebszellen zugeschrieben. Zuerst wurde das Hyaluronan im Glskörper des Auges entdeckt.

Hyaluronsäure – Aufbau und Synthese

Die Zweierzucker, also Disaccharide, der Hyaluronsäure bestehen aus der sogenannten Glucuronsäure sowie N-Acetylglucosamin. Diese beiden werden über eine bestimmte glukosidische Bindung (ß-1,3-Bindung) verknüpft. Die einzelnen Disaccharide liegen wiederum zu einem langen, unverzweigten Strang verbunden vor. Zwischen ihnen liegt eine ß-1,4-Bindung.

Was ist eine glykosidische Bindung?

Eine glykosidische Bindung ist eine Art „Verknüpfung“, mit der Zuckermoleküle aneinandergehängt werden können. So entstehen aus einzelnen Zuckerbausteinen größere Ketten wie Stärke oder Cellulose. Sie entsteht zwischen der Hydroxylgruppe eines Zuckers und einer Hydroxyl-, Amino- oder Schwefelgruppe eines anderen Moleküls. Sie verbindet Monosaccharide (Einzelzucker) zu Di-, Oligo- oder Polysacchariden (Mehrfachzuckern) und bestimmt damit Struktur und Eigenschaften der Kohlenhydrate. Je nach Stellung der Bindung unterscheidet man α- und β-glykosidische Bindungen, die entscheidend für die biologische Abbaubarkeit sind – etwa leicht spaltbar in Stärke (α) oder schwer abbaubar in Cellulose und eben Hyaluronsäure (β).

Eine solche Kette kann 250 Bausteine lang sein, aber auch auf bis zu 50.000 wachsen. Sie verfügt zwar nicht über Querbindungen, einzelne Stränge können sich aber durch nicht-kovalende Bindungen (also solche Bindungen, die nicht fest verbunden sind, sondern durch Polarität bestehen) aneinanderknüpfen. So kann das Hyaluronat auch an Proteine gebunden vorliegen. Davon abgesehen liegt es frei im Gewebe vor.

Synthese

Hyaluronsäure entsteht in der Zelle, wobei bestimmte Membranproteine für die Synthese verantwortlich sind. Das zentral bestimmende Enzym (Schlüsselenzym) ist die Hyaluronsäure-Synthetase. Sie verknüpft einzel vorliegende Zucker (Monosaccharide) miteinander. Noch im Aufbau wird das Hyaluronan aus der Zelle durch sogenannte ABC-Transporter hinausgeschoben. Die ß-1,4-Bindungen des Moleküls können im Körper durch die Hyaluronidase gespalten werden. Diese wird durch die Schilddrüsenhormone T3 und T4 induziert, weswegen es bei einer Unterfunktion zu Myxödemen (nicht wegdrückbare Aufschwellung der Haut) kommen kann.

Hyaluronsäure – Funktion

Vor allem in der Extrazellulären Matrix (EZM) kommt die Hyaluronsäure vor. Sie ist Teil der Haut, des Knorpels, der Gelenkflüssigkeit oder auch des Glaskörpers. Entsprechend erfüllt sie viele unterschiedliche Funktionen:

Mechanischer Nutzen

Die Mechanische Funktion der Hyaluronsäure beruht vor allem auf ihrer Fähigkeit, viel Wasser speichern zu können. Dieses ist kaum komprimierbar, was eine Druckbeständigkeit der jeweiligen Gewebe zur Folge hat. So kann das an Hyaluronan gebundene Wasser beispielsweise die nicht fertig entwickelten und ausgehärteten Körperstrukturen eines Embryos schützen und im Nucleus pulposus fast das gesamte Körpergewicht tragen.

Gleichzeitig spielt die besondere Eigenschaft der Viskosität von Hyaluronan in Gelenken, bzw. der Gelenkflüssigkeit (Synovia), eine bedeutende Rolle: Diese ist nämlich von der Kraft, die auf sie wirkt, abhängig. Sprich: Je höher die Scherkräfte sind, desto niedriger ist die Viskosität. So können die Moleküle wie ein Kugellager die Reibung innerhalb der Gelenke bei Bewegung verringern. Gleichzeitig halten ihre molekularen Kräfte auch hier das Wasser fest, damit es nicht aus der Kapsel herausgepresst wird.

Biochemische Funktion

Die biochemischen Funktionen von Hyaluronan sind komplex und nicht vollends verstanden. Neben ihrer eigenen Rolle sind sie auch beim Aufbau noch größerer Moleküle beteiligt – den sogenannten Proteoglykanen. Darüber hinaus vermutet man eine Interaktion mit bestimmten Rezeptoren auf der Zelloberfläche. Die Interaktion scheint in Zellen vor allem Prozesse der Zellteilung und -Migration auszulösen. Das ist beispielsweise in der Entwicklung relevant, es wird aber ein ungünstiger Zusammenhang bei der Interaktion mit Tumorzellen vermutet. Auch auf die Gewebedurchlässigkeit kann Hyaluronsäure sich auswirken, was normalerweise einen positiven Nutzen hat, beispielsweise von Bakterien aber genutzt wird, um erleichtert in die Haut einzudringen und hier etwa ein Erysipel auszulösen.

Hyaluronsäure – klinische Bedeutung und Anwendung

Hyaluronsäure hat in der Medizin vielfältige klinische Einsatzgebiete. Sie wird beispielsweise bei Arthrose zur intraartikulären Injektion verwendet, da sie die Gelenkflüssigkeit viskoser macht, die Gleitfähigkeit verbessert und Schmerzen lindern kann. In der Augenheilkunde findet sie Anwendung als Bestandteil künstlicher Tränen oder während Operationen, um Gewebe zu schützen und Feuchtigkeit zu spenden. Zudem unterstützt Hyaluronsäure die Wundheilung, da sie Wasser bindet, ein feuchtes Milieu schafft und so die Regeneration von Haut und Schleimhäuten fördert.

Kritik an Hyaluronsäre Spritzen

Die „Hyaluron-Spritze“, also die Injektion von Hyaluronsäure ins Gelenk bei Schmerzen (intraartikuläre Injektion) ist eine verbreitete Technik in der Orthopädie und auch bei vielen Behandelten beliebt: Ein Stich, und die Schmerzen werden besser, so die Theorie. Wissenschaftlich ist die Behandlungsmethode jedoch umstritten: Laut Studienlage sind ihre Effekte höchstens moderat und reichen kaum über den Placebo-Effekt hinaus.

Gleichzeitig sind die Risiken solcher Eingriffe aber sehr hoch. So sind Gelenke immer besonders gefährdet beispielsweise von Infektionen betroffen zu sein, bei denen Erreger durch die Einstichstelle einwandern. Seit das verwendete Hyaluronat nichtmehr aus tierischem Material gewonnen, sondern synthetisch hergestellt wird, sind allergische Reaktionen zwar unwahrscheinlich, können aber dennoch vereinzelnd auftreten. Darüber hinaus ist die Behandlung sehr teuer.

Hyaluronsäure in der Kosmetik

In der Kosmetik wird Hyaluronsäure vor allem wegen ihrer Fähigkeit eingesetzt, große Mengen Wasser zu binden. Sie sorgt dafür, dass die Haut praller, glatter und besser durchfeuchtet wirkt. Häufig ist sie Bestandteil von Cremes, Seren oder Masken, die feine Linien und Trockenheitsfältchen sichtbar mindern sollen. Auch in Injektionen zur Faltenunterspritzung kommt Hyaluronsäure zum Einsatz, da sie das Gewebe von innen auffüllt und für ein frischeres Aussehen sorgt. Ihr großer Vorteil liegt in der guten Verträglichkeit und der natürlichen Abbaubarkeit im Körper.

Hyaluronsäure und Kosmetik – Was sagt die Wissenschaft?

Nicht nur in der Medizin wird Hyaluron vielfach verwendet – auch im kosmetischen Bereich erfreut sich das Molekül großer Beliebtheit. Doch ist die Anwendung eigentlich evidenzbasiert? Viele Firmen sagen ja und geben Studien an, die sie selbst mitfinanzieren. So ist das in der Pharma-Industrie häufig auch, erstmal also kein Probem. Dennoch weisen Studien zur Anwendung Schwächen auf: So sind untersuchte Gruppen häufig sehr klein, einige Studien beachten keine quantitativen Merkmale, andere weisen keine Kontrollgruppen auf. Insgesamt scheint ein sehr geringer, aber signifikanter Effekt zu bestehen. Andere Maßnahmen, wie ein konsequenter Sonnenschutz und ein gesunder Umgang mit Sonnenexposition (nicht zur starken Mittagszeit in die Sonne etc.) oder gesunde Ernährung und ausreichende Trinkmenge scheinen aber stärkere Effekte aufzuweisen.

Autor
Lilli Abstein

Lilli Abstein

Medizinstudentin

Lilli Abstein ist Medizinstudentin im klinischen Abschnitt an der Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und promoviert im Bereich der Ernährungsmedizin. Ihre Begeisterung für die Medizin will sie möglichst vielen Menschen vermitteln und Prävention fördern, weswegen sie nicht nur schon seit Jahren als Teil der Medi-Karriere Redaktion tätig ist, sondern auch ehrenamtlich Aufklärung betreibt. In ihren Texten finden sich ihre eigenen Erfahrungen aus Studium, Klinik und Praxis, spannende Hintergrundfakten und Neuigkeiten wieder.

Quellen
  1. Bayerl, Topisches Anti-Aging – Evidenz und Wirkprinzip, Aktuelle Dermatologie 44 (2018), pp. 277-291, https://doi.org/...
  2. Bravo et al., Benefits of topical hyaluronic acid for skin quality and signs of skin aging: From literature review to clinical evidence, Dermatologic Therapy, 35 (2022), https://10.1111/...
  3. Chavda, Rabbani, Wadhwa, Role and Effectiveness of Intra-articular Injection of Hyaluronic Acid in the Treatment of Knee Osteoarthritis: A Systematic Review, Cureus 14 (2022), https://doi.org/...
  4. Price et al., Hyaluronic acid: the scientific and clinical evidence, Journal of Plastic, Reconstructive & Aesthetic Surgery 60 (2007), pp. 1110-1119, https://doi.org/...
  5. Prof. Dr. Schildenwolf, Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, “Hyaluronsäure in der Behandlung der schmerzhaften Arthrose der Extremitätengelenke”, https://www.akdae.de/... , 2017 (letzter Zugriff 28.09.2025)
  6. Via medici, “Polysaccharide”, https://viamedici.thieme.de/... , 30.04.2025 (letzter Zugriff 28.09.2025)

Mehr zum Thema

Cholesterin
Cholesterin: Definition, Normwert und Lebensmittel
27.10.2025
Weiterlesen
Vitamin,B12
Vitamin B12 – Definition, Mangel, Lebensmittel und Supplementation
22.10.2025
Weiterlesen
Omega 3 Fettsäuren
Omega 3 Fettsäuren: Wirkung, Empfehlung und Lebensmittel
02.01.2026
Weiterlesen
 
footer_logo
  • +49 621 180 64 150
  • kontakt@medi-karriere.de
Arbeitgeber
  • Warum Medi-Karriere?
  • Stelle schalten
  • Preise
  • Mediadaten
Direktsuche Pflege
  • Krankenschwester Jobs
  • Kinderkrankenschwester Jobs
  • Altenpflege Jobs
  • MFA Jobs
Direktsuche Arzt
  • Assistenzarzt Jobs
  • Facharzt Jobs
  • Oberarzt Jobs
  • Chefarzt Jobs

© 2026 Medi-Karriere
  • Impressum
  • Kontakt
  • AGB
  • Datenschutz
  • Gender-Hinweis