/www.medi-karriere.de
  • Login
    • Bewerber
    • Arbeitgeber
Medi-Karriere
  • Login
  • Bewerber Registrierung Arbeitgeber Registrierung
  • Stellenangebote
    • Stellenangebote
      • Arzt
      • Krankenpflege
      • Altenpflege
      • Medizinische Fachangestellte
      • Therapie
      • Rettungsdienst
      • Medizinische Berufe
      • Verwaltung
  • Mein Lebenslauf
  • Arbeitgeber entdecken
    • Arbeitgeber entdecken
      • Alle Arbeitgeber
      • Kliniken
      • Pflegeeinrichtungen
      • Öffentlicher Dienst
      • Unternehmen
      • Arztpraxen und MVZ
      • Soziale Dienste / Verbände
      • Öffentlicher Dienst
      • Pflegeeinrichtungen
      • Soziale Dienste / Verbände
  • Beruf und Karriere
    • Beruf und Karriere
      • Berufsfelder
      • Ausbildung & Berufe
      • Weiterbildung
      • Gehalt
      • Bewerbung
      • Lexikon
  • Magazin
  • Für Arbeitgeber

Medi-Karriere Medipedia Geschmacksknospen

Geschmacksknospen Zunge: Aufbau und Funktion

Sudenur Tamer
von Sudenur Tamer (Medizinstudentin) Zuletzt aktualisiert: 21.10.2025
Hand,Of,Doctor,Is,Using,Clean,Cotton,Dressing,Infection,Wound

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Aufbau und Lage auf der Zunge
  3. Aufgaben und Funktion
  4. Regeneration und Erneuerung
  5. Erkrankungen und Beschwerden

Der Mensch hat auf der Zunge etwa 4.000 Geschmacksknospen. Durch bestimmte Sinneszellen-Nerven leiten sie Informationen an unser Gehirn zur Geschmackswahrnehmung weiter. Im folgenden Text geht es um den Aufbau und die Funktion dieser Geschmacksknospen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Aufbau und Lage auf der Zunge
  3. Aufgaben und Funktion
  4. Regeneration und Erneuerung
  5. Erkrankungen und Beschwerden

Geschmacksknospen – Definition

Als Geschmacksknospen bezeichnet man zwiebelförmige Gewebestrukturen der Mundschleimhaut. Wir besitzen etwa 2.000-5.000 von ihnen. In ihnen befinden sich die Sinneszellen zur Wahrnehmung des Geschmackes und sie bilden insgesamt das Geschmacksorgan.

Geschmacksknospen – Aufbau und Lage auf der Zunge

Der größte Teil der Geschmacksknospen befindet sich eingebettet in Geschmackspapillen auf der Zunge. Geschmackspapillen sind warzenähnliche Erhebungen unter der Schleimhaut, durch welche die Zunge vergrößert wird und die einzelnen Geschmacksqualitäten verstärkt wahrgenommen werden.

Verteilung und Funktion der Geschmackspapillen

Wir besitzen vier verschiedene Arten von Geschmackspapillen. Den größten Anteil bilden die 200-400 Pilzpapillen (Papillae fungiformes) auf den vorderen zwei Dritteln der Zunge mit ein bis zehn Knospen pro Papille. Sie sind für den Geschmack süß empfindlicher als für bitter. Außerdem haben wir 15-20 Blattpapillen (Papillae foliatae) seitlich im hinteren Drittel der Zunge mit etwa 50 Knospen pro Papille. Vor dem Sulkus der Zunge liegen die 7-12 Wallpapillen (Papillae vallatae) mit etwa 100 Knospen pro Papille. Sie sind für bitter empfindlicher als für süß. Die Fadenpapillen (Papillae filiformes) gehören zum Tastsinn und tragen zum Gesamteindruck einer Speise bei, beispielsweise durch Vermitteln der Information über den Fettgehalt.

Es handelt sich bei Geschmacksknospen um becherförmige Organe, die 50-100 stabförmige Sinneszellen enthalten. Diese Sinneszellen liegen eingebettet zwischen sogenannten Stützzellen. Zudem befinden sich an der Basis der Geschmacksknospen teilungsfähige Stammzellen. Diese sind in der Lage, sich alle acht bis zehn Tage zu erneuern.

Die Geschmacksstoffe gelangen durch eine Öffnung an der Oberfläche (Pore) in die Knospe, die außerdem fingerförmige Fortsätze besitzt. Auf der Oberfläche dieser Fortsätze befinden sich die molekularen Geschmacksrezeptoren. Alle Geschmacksknospen enthalten Zellen für alle fünf Geschmacksqualitäten.

Geschmacksknospe

Geschmacksknospen – Aufgaben und Funktion

Durch das Aufnehmen chemischer Signale aus unserer Nahrung dienen die Geschmacksknospen der Geschmackwahrnehmung. Es gibt fünf grundlegende Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, bitter und umami. Chemische Substanzen binden an spezielle Rezeptoren der Geschmacksknospe und lösen dann eine Signalweiterleitung aus, die dann in unser Großhirn weitergeleitet wird. Zudem können wir eine subjektive Bewertung der Geschmacksempfindung in unserem Gehirn durchführen.

Geschmacksknospen – Regeneration und Erneuerung

Geschmacksknospen können sich alle zwei Wochen erneuern. Die Basalzellen sind teilungsfähig und bilden ständig neue Geschmackssinneszellen. Wichtig ist dies vor allem, da Geschmacksknospen eine begrenzte Lebensdauer von etwa zehn bis 14 Tagen haben. Die Erneuerung ermöglicht uns unser Leben lang die Geschmackswahrnehmung. Im Alter sinkt allerdings die Anzahl der Geschmacksknospen.

Geschmacksknospen – Erkrankungen und Beschwerden

Durch verschiedene Ursachen kann es zu einer Störung der Geschmacksknospen kommen. Beispielsweise kann dies durch Infektionen in Mund– und Rachenraum der Fall sein, aber auch bei einigen weiteren Krankheitsbildern. Von Hypogeusie spricht man bei einer Verringerung des Geschmackssinns, bei einem vollständigen Verlust des Geschmackssinnes spricht man von Ageusie.

Zu Störungen kann es beispielsweise durch Folgen einer Chemotherapie kommen. Grund dafür ist, dass unser Speichel ein wichtiger Bestandteil des Geschmacksmechanismus ist und dieser weniger gebildet wird oder es zu einer direkten Zerstörung von Geschmacksknospen kommen kann. Das Rauchen ist ebenfalls ein negativer Faktor, da es die Erneuerung von Geschmacksknospen beeinträchtigt.

Des weiteren wirken auch Medikamente wie Penicillin und ACE-Hemmer direkt schädigend auf Geschmacksknospen. Autoimmunerkrankungen wie das Sjögren-Syndrom führen ebenfalls zu einer Geschmacksstörung, indem sie die Geschmacksknospen schädigen können. Dies liegt vor allem den Leitsymptomen der Krankheit zugrunde, welche sich durch Mundtrockenheit und trockene Augen manifestieren.

Weitere Gründe für eine Störung der Geschmacksknospen können mangelhafte Mundhygiene, Zellgifte wie Alkohol und Leber- und Nierenerkrankungen sein.

Häufige Fragen

  1. Wie viele Geschmacksknospen hat ein Mensch auf der Zunge?
  2. Erwachsene haben zwischen 2.000 und 4.000 Geschmacksknospen, die sich zwischen in den Wänden und Gräben der Geschmackspapillen befinden.

  3. Wie sehen die Geschmacksknospen auf der Zunge aus?
  4. Geschmacksknospen sind etwa 80µm hoch und 70µm breit. Sie haben eine becherförmige Struktur und enthalten stabförmige Sinneszellen. Am oberen Ende sieht man eine kleine Pore auf der Oberfläche, die Geschmackspore (Porus). Diese Öffnung dient als Zugang für den Speichel und den darin gelösten Stoffen zu den Sinneszellen. Zudem befinden sich in der Pore fingerförmige Fortsätze, die die Geschmacksrezeptoren auf sich tragen. An der Basis der Geschmacksknospe befinden sich Nervenfasern. Diese leiten die Reize zur weiteren Verarbeitung über die Geschmacksbahn an unser Gehirn weiter.

  5. Wie behandelt man geschwollene Geschmacksknospen?
  6. Das mehrmalige Gurgeln mit einer Lösung aus warmen Wasser und etwas Salz am Tag kann helfen um die Entzündung der Geschmacksknospen zu lindern. Zudem ist es wichtig, ausreichend Wasser zu trinken, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Vermieden werden sollten: Rauchen, Alkohol, heiße Speisen und Getränke sowie scharfe Lebensmittel, da sie die geschwollenen Geschmacksknospen weiter reizen können.

  7. Sind Papillen Geschmacksknospen?
  8. Die Geschmackspapillen sind mehr eine Oberflächenstruktur welcher die Geschmacksknospen zugeordnet werden. Man kann es sich so vorstellen: Bis zu hundert Geschmackssinneszellen liegen in einer Geschmacksknospe. Mehr als 100 dieser Knospen können wiederum in einer Geschmackspapille liegen. Von letzteren hat der Mensch meist unter 400. Die Papillen treten in verschiedenen Typen auf. Es gibt die sogenannten Wallpapillen (Papillae vallatae), die Blätterpapillen (Papillae foliatae) und die Pilzpapillen (Papillae fungiformes). Je nach Typ unterscheidet sich auch die Anzahl der Knospen, die sie tragen.

Autor
Sudenur Tamer

Sudenur Tamer

Medizinstudentin

Sude studiert Humanmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes. Schon seit ihrer Kindheit hegt sie den Traum, ihre medizinische Tätigkeit mit ihrer Leidenschaft für Journalismus zu verbinden. Diesen Traum kann sie bereits während ihrer Tätigkeit bei praktischArzt verwirklichen. Durch vorherige Praktika im Rundfunk und Fernsehen, das Schreiben von Blogs während ihres Auslandsjahres sowie ihr Fachwissen aus dem Studium kann sie ihre Fähigkeiten und Kenntnisse in ihren Texten gekonnt vereinen.

Quellen
  1. Lüllmann-Rauch: Histologie. 2. Auflage Thieme 2006
  2. Schmidt et al. (Hrsg.): Physiologie des Menschen: mit Pathophysiologie, 31. Auflage Springer 2010
  3. Amboss: Olfaktorisches und gustatorisches System, https://next.amboss.com/... , (Abrufdatum: 18.04.2024)

 

    Medizinische und Rechtliche Hinweise
    Dieser Artikel ist nur als Hintergrundinformation bestimmt. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbst Diagnosen zu stellen sowie Behandlungen anzufangen oder abzusetzen. Die Informationen können keinen Arztbesuch ersetzen. Bei medizinischen Anliegen und zur Klärung weiterer Fragen ist daher stets ein/e Arzt/Ärztin aufzusuchen.

    Mehr zum Thema

    Children,Throat,Check,For,Flu.,Doctor,Checking,Girl
    Rachenmandel – Aufbau, Funktion und Krankheiten
    03.04.2024
    Weiterlesen
    Titelbild Sinnesorgane
    Die 5 Sinnesorgane des Menschen
    21.08.2023
    Weiterlesen
    Riechkolben
    Riechkolben (Bulbus olfactorius)
    13.04.2023
    Weiterlesen
     
    footer_logo
    • +49 621 180 64 150
    • kontakt@medi-karriere.de
    Arbeitgeber
    • Warum Medi-Karriere?
    • Stelle schalten
    • Preise
    • Mediadaten
    Direktsuche Pflege
    • Krankenschwester Jobs
    • Kinderkrankenschwester Jobs
    • Altenpflege Jobs
    • MFA Jobs
    Direktsuche Arzt
    • Assistenzarzt Jobs
    • Facharzt Jobs
    • Oberarzt Jobs
    • Chefarzt Jobs

    © 2026 Medi-Karriere
    • Impressum
    • Kontakt
    • AGB
    • Datenschutz
    • Gender-Hinweis