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Die Drummond-Anastomose ist ein Netzwerk von Blutgefäßen, das die Äste der Arteria mesenterica superior und inferior miteinander verbindet und die marginale Arterie des Kolons bildet. Sie ist bedeutend für chirurgische Eingriffe am Colon. Der folgende Artikel beleuchtet die Anatomie, Funktion und Klinik dieser Anastomose.
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Drummond-Anastomose – Definition
Die Drummond-Anastomose ist eine Gefäßarkade, die die darmnah gelegenen Äste der Kolongefäße miteinander verbindet. Dadurch bildet sie eine Anastomose zwischen der Arteria mesenterica superior und der Arteria mesenterica inferior, die beide aus der Aorta abominalis stammen. Sie stellt damit die Blutversorgung des gesamten Colons (Dickdarms) sicher.
Drummond-Anastomose – Anatomie
Die Drummond-Anastomose verläuft zwischen der Arteria colica sinistra und dem Ramus sinister der Arteria colica media. Sie stellt eine von zwei wichtigen Anastomosen im Bereich des Colons dar. Neben der Riolan-Anastomose, die die darmferner gelegenen Äste der Arteria colica media und der Arterica colica sinistra miteinander verbindet, verbindet die Drummond-Anastomose die darmnah gelegenen Äste der Kolongefäße miteinander. Sie wird auch als Marginalarterie bezeichnet.
Watershed zones
Watershed zones (auf Deutsch: Wasserscheidezonen) sind die Bereiche im Körper, die an der Grenze zwischen den Versorgungsgebieten zweier großer Arterien liegen. Diese Bereiche sind besonders bei Durchblutungsstörungen gefährdet, da es zur Unterversorgung kommen kann. Die Arteria mesenterica superior und inferior sind die beiden Äste die an der linken Kolonflexur enden und dort auch eine solche Zone, und damit Anfälligkeit für Ischämien, bilden.
Drummond-Anastomose – Funktion
Die Hauptfunktion der Anastomose ist die Aufrechterhaltung der Blutversorgung des Kolons bei einer Beeinträchtigung der Durchblutung, beispielsweise durch Stenosen, chronische Durchblutungsstörungen bei Arteriosklerose oder operative Ligaturen von Gefäßen. Die Anastomose gewährleistet somit trotz partieller Blockaden eine ausreichende Versorgung des Colons, was für die Chirurgie und Gastroenterologie von großer Bedeutung ist.
Drummond-Anastomose – Klinik
Bei operativen Entfernungen, also sogenannten Kolonresektionen muss die Kollateralversorgung der Drummond-Anastomose vollständig abgebunden werden. Damit spielt sie eine Rolle in der Chirurgie, um ein späteres Einbluten in die Bauchhöhle zu verhindern. Außerdem kann die Anastomose eine Unterversorgung des Darms umgehen, wenn es mal zu Gefäßverschlüssen kommt.
Trotz der Kollateralversorgung kann es in schlecht versorgten Bereichen, wie der linken Kolonflexur zu Ischämien kommen. Die kritische Zone wird als “Wasserscheide” oder “watershed zones” bezeichnet.
Häufige Fragen
- Was ist die Drummond-Anastomose?
- Wo befindet sich die Drummond-Anastomose?
- Warum ist die Drummond-Anastomose wichtig?
- Was sind Watershed-Zonen und wie hängen sie mit der Drummond-Anastomse zusammen?
Die Drummond-Anastomose ist eine wichtige Kollateralverbindung im Darm, die die darmnahen Äste der Arteria mesenterica superior und der Arteria mesenterica inferior miteinander verbindet. Sie bildet die marginale Arterie, die entlang des Mesenterialrandes des Colons verläuft und eine Kollateralzirkulation gewährleistet.
Sie verläuft entlang des gesamten Colons und ist besonders relevant im Bereich der linken Kolonflexur, wo die Versorgungsgebiete der Arteria mesenterica superior und inferior zusammentreffen.
Die Drummond-Anastomose ist wichtig, da sie die kontinuierliche Blutversorgung des Colons gewährleistet, auch, wenn eines der Hauptgefäße (Arteria mesenterica superior oder inferior) beeinträchtigt ist. Diese Funktion ist sehr wichtig, um Durchblutungsstörungen zu vermeiden und Gewebeschäden vorzubeugen.
Als Watershed-Zonen bezeichnet man Grenzbereiche zwischen den Versorgungsgebieten großer Arterien, wie der Arteria mesenterica superior und Arteria mesenterica inferior. Im Darm befinden sich solche Zonen an der linken Kolonflexur und am rektosigmoidalen Übergang. Diese Bereiche sind anfällig für Störungen der Durchblutung, beispielsweise bei Gefäßverschlüssen. Die Drummond-Anastomose hilft, diese Zonen zu versorgen, dies kann aber unter extremen Bedingungen unzureichend sein.
- Aumüller et al.: Duale Reihe Anatomie. 1. Auflage Thieme 2006
- Schünke et al.: Prometheus Lernatlas der Anatomie: Innere Organe. 4. Auflage Thieme 2015
- Zäkum und Kolon, https://next.amboss.com/... (Abrufdatum 18.11.2024)




