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Vitamin E zählt zu den essenziellen fettlöslichen Vitaminen und übernimmt im menschlichen Körper wichtige Schutzfunktionen. Die ausreichende Versorgung mit Vitamin E ist besonders im Kontext chronischer Erkrankungen, gestörter Fettresorption oder erhöhter oxidativer Belastung relevant. Dieser Artikel beleuchtet die physiologische Bedeutung, natürliche Quellen, klinische Relevanz sowie therapeutische Aspekte von Vitamin E.
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Vitamin E – Definition
Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin, das hauptsächlich in Form von Tocopherolen und Tocotrienolen vorkommt. Es stellte eigentlich einen Sammelbegriff für Tocopherole und Tocotrienole dar. Die für den Menschen wichtigste und aktivste Form ist das α-Tocopherol. Darüber hinaus gibt es noch β-, γ- und δ-Tocopherole. Vitamin E wirkt als Antioxidans, indem es Zellmembranen vor oxidativem Stress schützt. Es spielt außerdem eine Rolle bei der Regulation von Enzymaktivität, Genexpression und der Hemmung von Thrombozytenaggregation.
Vitamin E – Wirkung
Vitamin E entfaltet seine Wirkung hauptsächlich als lipophiles Antioxidans. Es schützt vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren in Zellmembranen vor oxidativen Schäden, indem es freie Radikale abfängt und so Radikalkettenreaktionen unterbricht. Besonders α-Tocopherol ist dabei die aktivste Form im menschlichen Körper und am besten erforscht.
Antioxidative Wirkung
Vitamin E sitzt in der Lipiddoppelschicht der Zellmembranen. Dort wirkt es als Radikalfänger, indem es bei oxidativem Stress Lipidperoxylradikale abfängt. Dadurch verhindert es Lipidperoxidation und damit Zellschäden. Eine Regeneration des oxidierten Vitamin E kann durch Vitamin C oder Glutathion erfolgen, indem es wieder reduziert und reaktiviert wird.
Weitere Funktionen von α-Tocopherol
- Hemmung Blutgerinnung Plättchenaggregation
- Hemmung Expression Adhäsionsmoleküle
- Hemmung Freisetzung Interleukin-1
- Hemmung Proliferation glatter Muskelzellen
Aufnahme
Da es sich um ein fettlösliches Vitamin handelt, werden alle Formen des Vitamin E auch wie Fette resorbiert. Das heißt zusammen mit den Gallensäuren bilden sie im Duodenum Mizellen, damit die Vitamine so in die Enterozyten gelangen. In den Dünndarmzellen wird das Vitamin dann in Form von Chylomikronen in die Lymphe transportiert, worüber es die Leber erreicht.
Vitamin E – Bedarf
Der tägliche Bedarf an Vitamin E hängt vor allem von der aufgenommenen Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ab, da Vitamin E diese Fette im Körper vor oxidativem Abbau schützt und daher proportional zu ihrem Konsum benötigt wird. In folgender Tabelle ist der genaue Bedarf dargestellt.
| Alter | Bedarf [mg/d] |
| 0-4 Monate | 3,5 |
| 4-12 Monate | 5 |
| ab 1 Jahr | 8 |
Vorkommen
Vitamin E kommt eigentlich nur in pflanzlichen Produkten vor. Lebensmittel, die reichaltig an α-Tocopherolen sind, sind Oliven und Sonnenblumenkerne. Reich an γ-Tocopherol ist Mais sowie Soja. Dagegen sind Trocotrienole in größeren Mengen in Reis, Gerste, Hafer und Weizen zu finden.
Vitamin E – Mangel
Ein Mangel an Vitamin E, also eine Hypovitaminose E ist eher selten, da es scheinbar ausreichend mit der Nahrung zugeführt werden kann. Allerdings kann ein Mangel bei gleichzeitig gestörter Fettresorption auftreten, wie es bei cystischer Fibrose oder chronischer Pankreatitis der Fall ist. Bei bestimmten genetischen Erkrankungen können sogar ein schwerster Vitamin-E-Mangel auftreten.
Hypervitaminose
Eine Hypervitaminose E bezeichnet eine Überdosierung von Vitamin E, speziell α-Tocopherol, mit möglichen negativen Auswirkungen auf den Körper. Sie tritt sehr selten auf und nur im Zusammenhang mit der Zufuhr extrem hoher Dosen, was zur Blutungsneigung führen kann, besonders bei Patienten, die schon eine Antikoagulation erfahren.
Häufige Fragen
- Was ist Vitamin E genau und wofür braucht der Körper es?
- Welche Formen von Vitamin E gibt es?
- Welche Lebensmittel enthalten viel Vitamin E?
- Wie wirkt Vitamin E?
Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans, das freie Radikale abfängt und so Zellmembranen, Blutgefäße und empfindliche Fettsäuren vor oxidativem Schaden schützt; damit trägt es u. a. zu einer normalen Immunfunktion, Haut- und Gefäßgesundheit bei.
Vitamin E umfasst eine Gruppe aus acht verwandten Formen: je vier Tocopherole und Tocotrienole (α-, β-, γ- und δ-Formen), wobei im menschlichen Stoffwechsel vor allem α-Tocopherol die biologisch aktivste Rolle spielt.
Besonders reich an Vitamin E sind pflanzliche Öle (Weizenkeim-, Sonnenblumen-, Distel-, Raps- und Olivenöl), Nüsse und Samen (Mandeln, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne), außerdem Avocado, grünes Blattgemüse sowie in kleinerem Maß Vollkornprodukte.
Vitamin E wirkt vor allem als Antioxidans: Es fängt freie Radikale ab, stabilisiert Zellmembranen und schützt ungesättigte Fettsäuren vor Oxidation; damit trägt es indirekt zum Zellschutz, zu entzündungshemmenden Effekten und zur Gefäß- und Immunfunktion bei.
- Löffler/Petrides: Biochemie und Pathobiochemie, Springer, 10. Auflage
- Vitamin E, https://www.dge.de/... (Abrufdatum: 08.08.2025)




