Als Orthopädieschuhmacher ist man für die Herstellung von individuell angepassten Schuhen und orthopädischen Einlagen zuständig. Die Aufgabe eines Orthopädieschuhmachers ist es, Fußprobleme zu analysieren und Lösungen zu entwickeln, um die Mobilität und den Komfort der Patienten zu verbessern. Dieser Artikel befasst sich mit Ausbildung und Beruf des Orthopädieschuhmachers.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Art der Ausbildung: Duale Ausbildung
- Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre (42 Monate)
- Voraussetzungen für die Ausbildung: In der Regel Hauptschulabschluss oder vergleichbarer Schulabschluss
- Ausbildungsvergütung: Je nach Ausbildungsjahr etwa 724 € bis 1.200 € brutto pro Monat
- Tätigkeiten: Herstellung und Anpassung von orthopädischen Schuhen, Einlagen, Orthesen und Prothesen
- Arbeitsorte: Orthopädieschuhtechnische Werkstätten, Sanitätshäuser, Kliniken und Fachgeschäfte
- Mediangehalt: 3.493 € brutto pro Monat
- Weiterbildungsmöglichkeiten: Orthopädieschuhmachermeister, Orthopädietechniker, Studium der Orthopädie- und Rehatechnik oder Medizintechnik
Was macht man als Orthopädieschuhmacher?
In der Rolle des Orthopädieschuhmachers ist man für die Anfertigung maßgeschneiderter Schuhe und orthopädischer Einlagen verantwortlich. Man analysiert Fußprobleme und entwickelt Lösungen, um die Beweglichkeit und den Komfort der Patienten zu verbessern.
Dazu gehören folgende Tätigkeiten:
- Analyse von Fußproblemen
- Beratung und Aufklärung
- Anfertigung von Maßeinlagen
- Herstellung von orthopädischen Schuhen
- Anpassung und Nachkontrolle
Insgesamt trägt man als Orthopädieschuhmacher dazu bei, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, indem man ihre Fußprobleme behandelt und ihre Mobilität erhöht.

Wie läuft die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher ab?
Die Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher dauert in der Regel 3,5 Jahre (42 Monate) und erfolgt im dualen System, das heißt, sie findet sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb statt. Während der Ausbildung lernt man, wie man Fußabdrücke nimmt, Maße aufnimmt, Schuhe und Einlagen herstellt und anpasst sowie Kunden berät. Medizinische Grundlagen, wie Anatomie und Krankheitsbilder, gehören ebenfalls zum Ausbildungsprogramm.
Ausbildungsplätze als Orthopädieschuhmacher/in
Zu allen freien Ausbildungsplätzen als Orthopädieschuhmacher/in
Voraussetzungen für die Ausbildung
Die genauen Voraussetzungen für eine Ausbildung als Orthopädieschuhmacher können je nach Bundesland oder Region variieren, aber im Allgemeinen werden folgende Anforderungen gestellt:
- Erfolgreicher Abschluss der Schulpflicht mit einem Hauptschulabschluss oder einem vergleichbaren Abschluss
- Interesse an medizinischen und handwerklichen Tätigkeiten
- gutes räumliches Vorstellungsvermögen und Feinmotorik
- Teamfähigkeit
- kommunikative Fähigkeiten
- gesundheitliche Eignung, da der Beruf körperlich anspruchsvoll sein kann
Zusätzliche Anforderungen als Orthopädieschuhmacher?
Es ist immer möglich, dass ein Ausbildungsbetrieb zusätzliche Anforderungen stellt oder bestimmte Vorkenntnisse erwartet. Es empfiehlt sich daher, direkt bei potenziellen Ausbildungsbetrieben oder Berufsschulen nach den genauen Voraussetzungen zu fragen, bevor man sich bewirbt.
Dauer und Aufbau der Ausbildung
Die Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher dauert 3,5 Jahre (42 Monate) und erfolgt im dualen System. Die praktische Ausbildung findet im Betrieb statt, die theoretischen Inhalte werden in der Berufsschule vermittelt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Inhalte und Lernbereiche der Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher in Betrieb, Berufsschule und Gesellenprüfung.
| Ausbildungsabschnitt | Inhalte |
|---|---|
| 1.–18. Ausbildungsmonat |
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| 1. Ausbildungsjahr (Berufsschule) |
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| 2. Ausbildungsjahr (Berufsschule) |
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| Teil 1 der Gesellenprüfung |
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| 19.–42. Ausbildungsmonat |
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| 3. Ausbildungsjahr (Berufsschule) |
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| 4. Ausbildungsjahr (Berufsschule) |
|
| Teil 2 der Gesellenprüfung |
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Quelle: Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Orthopädieschuhmacher
Während der Ausbildung absolvierst Du auch Praktika in verschiedenen Abteilungen, um einen umfassenden Einblick in das Berufsfeld zu erhalten. Die Ausbildung endet mit einer gestreckten Gesellenprüfung. Diese besteht aus mehreren Prüfungsbereichen, darunter die Anfertigung orthopädieschuhtechnischer Hilfsmittel, Beratung, Orthopädieschuhtechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Inhalt der Ausbildung als Orthopädieschuhmacher
Die Ausbildungsinhalte für Orthopädieschuhmacher sind vielfältig und umfassen sowohl praktische als auch theoretische Themen. Zu den wichtigsten Inhalten gehören:
| Ausbildungsthemen | Ausbildungsinhalte |
|---|---|
| Fußanatomie und -physiologie | Kennenlernen der Fußstruktur und deren Funktion |
| Krankheitsbilder und Fußprobleme | Kennenlernen von Fuß- und Beinproblemen |
| Materialkunde | Kennenlernen der unterschiedlichen Materialeigenschaften und deren Verwendung |
| Maßnehmen und Fußabdrücke | korrektes Maß nehmen und Fußabdrücke erstellen |
| Schuhherstellung | Herstellung von individuellen Schuhen und Schnitttechniken |
| Einlagenherstellung | Herstellung von individuellen Einlagen aus unterschiedlichen Materialien |
| Kundenberatung und -betreuung | professionelle Kundenberatung, Bedürfnisse ermitteln und Lösungen anbieten |
| betriebswirtschaftliche Kenntnisse | Grundkenntnisse in kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Abläufen |
Die Ausbildungsinhalte können je nach Ausbildungsbetrieb und Berufsschule variieren, dennoch bilden diese Themen in der Regel den Kern der Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher.
Was verdient man in der Ausbildung?
Bei einer dualen Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher erhalten Auszubildende eine Vergütung vom Ausbildungsbetrieb. In tarifgebundenen Unternehmen richtet sich deren Höhe nach den jeweiligen Tarifverträgen. Grundsätzlich muss die Vergütung angemessen sein. Erfolgt die Ausbildung hingegen ausschließlich in schulischer Form, beispielsweise an einer Berufsfachschule oder im Rahmen eines Berufsgrundbildungsjahres (BGJ), besteht in der Regel kein Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung.
| Ausbildungsjahr | Ausbildungsvergütung (brutto pro Monat) |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € bis 860 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 980 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.100 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.014 € bis 1.200 € |
Quelle: Bundesagentur für Arbeit
Passt die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher zu mir?
Die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher passt zu Dir, wenn Du:
- Interesse an medizinischen und handwerklichen Tätigkeiten hast
- gerne mit den Händen arbeitest
- präzise und sorgfältig arbeiten kannst
- Freude daran hast, individuelle Lösungen für Patienten zu entwickeln
- ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen besitzt
Die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher passt nicht, wenn Du:
- nicht gut feinmotorisch arbeiten kannst
- nicht gerne im Team arbeitest
- nicht gut und gerne kommunizierst
- keinen Kundenkontakt möchtest
- Dich nicht für medizinische und handwerkliche Themen begeistert
Wie sieht der Berufsalltag als Orthopädieschuhmacher aus?
Der Berufsalltag als Orthopädieschuhmacher ist abwechslungsreich und kann je nach Arbeitsplatz variieren. Der Beruf erfordert eine hohe Präzision und Sorgfalt, da die individuelle Anpassung der Schuhe und Einlagen entscheidend für den Erfolg der Behandlung ist. Man arbeitet deshalb auch oft eng mit Ärzten und anderen Gesundheitsfachkräften zusammen, um die bestmögliche Versorgung für die Patienten sicherzustellen.
Aufgaben als Orthopädieschuhmacher
Ein Orthopädieschuhmacher hat verschiedene Aufgaben im Bereich der orthopädischen Schuhtechnik. Dazu gehören:
- Kundenberatung
- Fußanalyse
- Anfertigung von Maßeinlagen
- Anpassung oder Herstellung von orthopädischen Schuhen und Einlagen
- Anpassung und Nachkontrolle
- Verwaltungsaufgaben
Der Beruf des Orthopädieschuhmachers erfordert eine hohe Präzision, Sorgfalt und handwerkliches Geschick, um individuelle Lösungen für die Kunden zu entwickeln und ihnen eine verbesserte Mobilität und Lebensqualität zu ermöglichen.
Wo kann man als Orthopädieschuhmacher arbeiten?
Als Orthopädieschuhmacher kann man in verschiedenen Einrichtungen und Betrieben arbeiten, darunter:
- orthopädieschuhtechnische Werkstätten
- Sanitätshäuser
- Schuhmachereien
- spezialisierte Fachgeschäfte
- Kliniken
- medizinische Einrichtungen
Die genauen Arbeitsmöglichkeiten können je nach Region und Arbeitsmarkt variieren. Generell gibt es eine Vielzahl von Arbeitsplätzen für Orthopädieschuhmacher in verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens und des Einzelhandels.
Orthopädieschuhmacher/in Stellenangebote
Arbeitszeiten als Orthopädieschuhmacher
Als Orthopädieschuhmacher arbeitet man in der Regel zu festen Arbeitszeiten während der üblichen Geschäftszeiten, meist von Montag bis Freitag. Da die Tätigkeit überwiegend in orthopädieschuhtechnischen Werkstätten, Sanitätshäusern oder Fachgeschäften stattfindet, sind Schicht- oder Nachtdienste eher unüblich.
Gelegentlich können Überstunden anfallen, beispielsweise wenn zahlreiche Kundenaufträge fertiggestellt werden müssen oder kurzfristige Anpassungen von orthopädischen Hilfsmitteln erforderlich sind. Insgesamt bietet der Beruf meist planbare und familienfreundliche Arbeitszeiten.
Was verdient man als Orthopädieschuhmacher?
Das Gehalt als Orthopädieschuhmacher hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Berufserfahrung, die Qualifikation, die Unternehmensgröße sowie der Arbeitsort. Zum Berufseinstieg liegt das durchschnittliche Gehalt bei etwa 3.160 Euro brutto pro Monat. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Einkommen in der Regel an. Das Mediangehalt beträgt deshalb 3.493 Euro brutto monatlich.
Darüber hinaus können eine Meisterqualifikation, Führungsverantwortung oder eine Beschäftigung in größeren Unternehmen zu einem höheren Verdienst führen. Auch regionale Unterschiede spielen eine Rolle, da die Gehälter in wirtschaftsstarken Regionen häufig über dem Bundesdurchschnitt liegen.
| Unternehmensgröße | Bruttogehalt pro Monat |
|---|---|
| < 100 Mitarbeiter | 3.477 € |
| 101 - 1.000 Mitarbeiter | 3.687 € |
| 1.001 - 20.000 Mitarbeiter | 3.833 € |
| > 20.000 Mitarbeiter | 4.158 € |
Weitere Informationen zum Gehalt eines Orthopädieschuhmachers gibt es hier:
Welche Berufsperspektiven hat man als Orthopädieschuhmacher?
Insgesamt bietet der Beruf des Orthopädieschuhmachers vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung und bietet deshalb gute Aussichten auf eine langfristige und erfüllende Karriere.
Weiterbildung und Fortbildung
- Weiterbildung zum staatlich geprüften Orthopädieschuhmachermeister
- Spezialisierungen in unterschiedlichen Bereichen wie Sportorthopädie
- Weiterbildung zum Orthopädietechniker
- Studium in Orthopädie- und Rehatechnik oder in Medizintechnik
- Selbstständigkeit
Wie findet man passende Jobs als Orthopädieschuhmacher?
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Häufige Fragen zur Orthopädieschuhmacher-Ausbildung
- Was macht ein Orthopädieschuhmacher?
- Wie lange dauert die Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher?
- Welche Voraussetzungen sollte ein Orthopädieschuhmacher mitbringen?
- Wo arbeitet ein Orthopädieschuhmacher?
- Hat der Beruf Orthopädieschuhmacher Zukunft?
Ein Orthopädieschuhmacher fertigt, repariert und passt orthopädische Schuhe, Einlagen sowie weitere Hilfsmittel individuell an. Dadurch hilft der Orthopädieschuhmacher dabei, Beschwerden zu lindern und die Mobilität von Patienten zu verbessern.
Die Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher dauert 3,5 Jahre und erfolgt im dualen System. Während der Ausbildung erlernen angehende Orthopädieschuhmacher sowohl praktische als auch theoretische Inhalte.
Ein Orthopädieschuhmacher sollte handwerkliches Geschick, Sorgfalt und Interesse an medizinischen Themen mitbringen. Für die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher wird häufig mindestens ein Hauptschulabschluss erwartet.
Ein Orthopädieschuhmacher arbeitet vor allem in orthopädieschuhtechnischen Werkstätten, Sanitätshäusern oder Kliniken. Je nach Einsatzgebiet betreut der Orthopädieschuhmacher Patienten direkt oder fertigt Hilfsmittel in der Werkstatt an.
Der Beruf Orthopädieschuhmacher bietet aufgrund der alternden Bevölkerung und des steigenden Bedarfs an orthopädischen Hilfsmitteln gute Zukunftsaussichten. Fachkräfte als Orthopädieschuhmacher werden daher langfristig gefragt bleiben.








