Ein Gesundheitsberaterin arbeitet, wie der Name schon verrät, als Berater zu Gesundheitsthemen. Ziel der Tätigkeiten ist es, Kunden bei der Entwicklung eines gesunden Lebensstils zu helfen. Der Weg zum Gesundheitscoach führt aber nicht über eine Ausbildung, sondern über eine Weiterbildung. Was dabei Thema ist, welche Varianten es gibt und weitere Informationen zur Zusatzqualifikation, gibt es alles in diesem Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
- Berufsbild: Gesundheitsberater unterstützen bei Ernährung, Bewegung und ganzheitlicher Lebensführung
- Form der Qualifikation: Weiterbildung (keine staatlich geregelte Ausbildung)
- Dauer: wenige Wochen bis ca. 1-2 Jahre, häufig rund 14 Monate
- Zugang: unterschiedlich geregelt, oft auch ohne feste Voraussetzungen möglich
- Inhalte: Ernährung, Entspannung, Anatomie, Prävention, Kommunikation
- Abschluss: Zertifikat des Bildungsanbieters (nicht staatlich geschützt)
- Mediangehalt: ca. 3.951 Euro brutto/Monat (stark variabel)
- Arbeitsorte: Gesundheitszentren, Beratungsstellen, Krankenkassen oder selbstständig
Was macht ein Gesundheitsberater?
Als Gesundheitsberater erstellt man zur Gesundheitsförderung beispielsweise Ernährungspläne und Sport-Trainingsprogramme für Klienten. Er hilft ihnen anschließend dabei, diese kontinuierlich umzusetzen. Ein Gesundheitscoach kann aber auch im Hinblick auf psychosomatische oder physische Krankheiten beraten – so zum Beispiel bei Diabetes oder Asthma. Kurz gesagt, gestaltet er eine rundum gesunde Lebensführung für die Kunden.
Damit man Tätigkeit im Gesundheitswesen fachgerecht ausführen kann, eignet man sich in der Ausbildung zum Gesundheitsberater beziehungsweise zur Gesundheitsberaterin Wissen auch dazu an:
- (Sucht-)Prävention
- Fitness und Bewegung
- Entspannung
- Ernährungsberatung
- Gesundheitsfragen
- Arbeitsplatzgestaltung
- alternative Therapien
Neben ihrer individuellen Beratungstätigkeit bieten Gesundheitsberater nicht selten auch eigene Kursprogramme an oder halten Vorträge zu ihren spezialisierten Fach-Themen. Dazu können sich Interessierte etwa über E-Mail oder eine Webseite Infomaterial anfordern.

Gesundheitsberater– Voraussetzungen
Die Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung zum Gesundheitsberater variieren. Die meisten Anbieter setzen jedoch einen Schulabschluss der Mittleren Reife und eine bereits abgeschlossene Ausbildung zum Ernährungsberater voraus. Alternativ erkennen Institute ein bereits abgeschlossenes Studium im Bereich Gesundheit und/oder Ernährung an. Anstelle einer Lehre kann aber auch ausreichend Berufserfahrung im gesundheitlichen Bereich als Eintritt in die Ausbildung zum Gesundheitsberater oder Gesundheitsberaterin genügen. Der Zugang ist sehr unterschiedlich geregelt und oft reicht in der Realität auch genügend Interesse am Thema aus, um einen Platz für die Weiterbildung zu bekommen.
Gesundheitsberater – Dauer und Modelle
Menschen, die als Gesundheitsberater arbeiten möchten, absolvieren in der Regel eine 14-monatige Weiterbildung. In seltenen Fällen kann es aber auch sein, dass die Weiterbildung für eine Dauer von anderthalb bis zwei Jahren angeboten wird. Die Dauer variiert stark und kann von wenigen Wochen bis hin zu anderthalb oder zwei Jahren dauern.
Bei der Anmeldung hierfür kann man sich entscheiden, ob man sich für einen Fernlehrgang entscheidet, der entweder rein online oder mit Präsenzphasen abläuft, oder aber eine Weiterbildung zum Gesundheitsberater bzw. Gesundheitsberaterin, die als Präsenzlehrgang stattfindet.
Darüber hinaus muss ein angehender Gesundheitscoach beschließen, ob er den Fernkurs oder der Präsenzlehrgang in Vollzeit oder Teilzeit besuchen möchte. Da es so viele Modelle der Weiterbildungskurse gibt, können sich die Interessenten auf die Option festlegen, die es ihnen ermöglicht, mit Passion diesen Beruf zu erlernen.
Vereinbarkeit Weiterbildung und Beruf
Die Weiterbildung in der Gesundheitsberatung lässt sich mit dem Berufsalltag vereinen. So besteht die Option, diesen Kurs im Gesundheitsbereich in Teilzeit zu absolvieren. Zudem ist es möglich, den bestehenden Job weiterhin in Vollzeit auszuüben und den Lehrgang nebenbei z.B. abends und/oder an den Wochenenden zu bewältigen. Das geht zum Beispiel auch über ein Fernstudium.
Gesundheitsberater – Inhalte
Die Weiterbildung zum Gesundheitsberater besteht hauptsächlich aus vier Seminaren:
| Seminar | Inhalt |
|---|---|
| Grundlagen | Basiswissen über Ernährung und Gesundheit |
| Aufbau | Vertiefung des Basiswissens |
| Praxis | Zubereitung von vitalstoffreicher Vollwertkost |
| Abschluss | Prüfung zum ärztlich geprüften Gesundheitsberater (GGB) |
Ergänzend zu diesen Seminaren vertiefen Teilnehmer ihr Wissen in praxisnahen Modulen. Diese erweitern die Kompetenzen in den Bereichen Entspannung, Ernährung und Gesundheitsförderung.
| Modul | Schwerpunkt | Zentrale Inhalte |
|---|---|---|
| Modul 1: Entspannungspädagoge | Entspannung & Psychologie | Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Stressbewältigung, Kommunikation, Seminarleitung |
| Modul 2: Ernährungsberater | Ernährung & Gesundheit | Nährstoffe, Verdauung, gesunde Ernährung, Ernährung bei Krankheiten, Gewichtsmanagement |
| Modul 3: Anatomie & Physiologie | Körper & Funktionen | Bewegungsapparat, Herz-Kreislauf-System, Nervensystem, Verdauung, Hormonsystem |
| Modul 4: Gesundheitspädagogik | Prävention & Lebensstil | Gesundheitsförderung, Ergonomie, Suchtprävention, Schlaf, Bewegung, Heilpflanzenkunde |
Neben diesen festen Bestandteilen können angehende Berater noch Fächer nach eigenen Interessen wählen. Dabei stehen zum Beispiel folgende Themen zur Wahl:
- Stressmanagement
- Ernährungscoaching
- Ernährungsformen
- erholsamer Schlaf
- Anatomie
- Physiologie
Gesundheitsberater – Ausbildungsabschluss
Am Ende der Weiterbildung zum Gesundheitsberater steht eine Abschlussprüfung- Die konkreten Inhalte dabei unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Oft sind aber sowohl eine schriftliche als auch eine mündliche Prüfung nötig. Zusätzlich kann noch eine Hausarbeit und/oder Projektarbeit verlangt werden.
Schließt man die Abschlussprüfung erfolgreich ab, kann man die Berufsbezeichnung staatlich geprüfter und zertifizierter Diplom-Gesundheitsberater tragen. Dementsprechend erhält man am Ende eine Zertifizierung des jeweiligen Bildungsanbieters.
Gesundheitsberaterin – Kosten der Weiterbildung
Da es sich bei der Ausbildung zum Gesundheitsberater um eine theoretisch ausgelegte Weiterbildung handelt und währenddessen keine Praktika o.Ä. vorgesehen sind, verdient man währenddessen nichts.
Stattdessen fallen Ausbildungsgebühren an, bei denen man monatlich mit rund 160 Euro kalkulieren sollte. Die gesamten Ausbildungskosten belaufen sich also auf ca. 2.300 Euro. Darin integriert sind die Kosten für das Studienmaterial wie zum Beispiel Bücher o.Ä.
Da man die Weiterbildung allerdings auch in Teilzeit oder als Fernstudium absolvieren kann, ist es möglich, nebenbei noch zu arbeiten und so die Ausgaben dafür zu finanzieren.
Gesundheitsberater/in Stellenangebote
Wie viel verdient man als Gesundheitsberater?
Das Gesundheitsberater-Gehalt kann von Bundesland zu Bundesland anders ausfallen und verändert sich zudem mit steigender Berufserfahrung. I.d.R. können Gesundheitsberater, die Zertifikate haben, mit einem Einstiegsgehalt von 3.490 Euro brutto monatlich rechnen. Sind erst einmal ein paar Jahre an Berufserfahrung gesammelt, liegt das Mediangehalt dann bei rund 3.951 Euro brutto monatlich.
Mehr Informationen zum Gehalt eines Gesundheitsberaters gibt es hier:
Gesundheitsberatung – Fachrichtungen und Weiterbildungen
Innerhalb des Berufsfeldes der Gesundheitsberatung gibt es noch weitere Fachrichtungen, auf die sich Gesundheitsberater bei ihren Aufgaben spezialisieren können:
- Diätwesen
- vegetarische Ernährung
- Ergonomie
- Entspannungstherapie
Volkshochschulen oder Praxisseminare an Krankenhäusern können diesen Weg ermöglichen.
Auch für Gesundheitsberater gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten. Mit einem Studium der Gesundheitsförderung oder der Gesundheitspädagogik beispielsweise stehen noch mal andere Karrierewege offen.
Gesundheitsberater – Arbeitsorte
Die meisten, die als Gesundheitsberater tätig sind, arbeiten in Gesundheitszentren, bei Ernährungsberatungsstellen oder bei Krankenkassen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit zur Selbstständigkeit und demzufolge ein eigenes Beratungsangebot zu gestalten.
Darüber hinaus kann man als Gesundheitsberater, wenn man Freude am Auftritt vor Publikum hat, mit Vorträgen Thema Gesundheitsmarkt Menschen zu informieren.
Stellenangebote im Gesundheitswesen finden
Die Stellenbörse hier auf Medi-Karriere beinhaltet zahlreiche Inserate für Berufe im medizinischen sowie gesundheitlichen Bereich. Darunter sind etwa Gesundheitsberater-Jobs, Ernährungsberater-Stellen sowie Stellenangebote in der Therapie.
Häufige Fragen zur Gesundheitsberater-Weiterbildung
- Was macht ein Gesundheitsberater?
- Wie wird man Gesundheitsberater?
- Wie lange dauert die Weiterbildung zum Gesundheitsberater?
- Welche Voraussetzungen braucht man für die Gesundheitsberatung?
- Wie viel verdient man als Gesundheitsberater?
Ein Gesundheitsberater übernimmt in der Gesundheitsberatung die Aufgabe, individuelle Konzepte für Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung zu erstellen und begleitet Klienten bei der Umsetzung im Alltag. Dabei steht vor allem die Prävention im Fokus, während medizinische Behandlungen nicht Teil der Gesundheitsberatung sind.
Gesundheitsberater wird man über eine Weiterbildung, da der Beruf im Bereich Gesundheitsberatung nicht staatlich geregelt ist. Viele Anbieter ermöglichen einen flexiblen Einstieg, sodass die Gesundheitsberatung auch ohne klassische Ausbildung im Gesundheitswesen erlernt werden kann.
Die Weiterbildung in der Gesundheitsberatung dauert je nach Anbieter und Modell unterschiedlich lang und reicht von wenigen Wochen bis hin zu etwa zwei Jahren. Häufig entscheiden sich Teilnehmer für Programme mit einer Dauer von rund 14 Monaten, die berufsbegleitend absolviert werden können.
Für die Gesundheitsberatung gibt es keine einheitlichen Zugangsvoraussetzungen, da die Weiterbildung nicht staatlich geregelt ist. Viele Institute verlangen keinen bestimmten Abschluss, sodass Interesse am Thema Gesundheit und Motivation oft bereits ausreichen, um in die Gesundheitsberatung einzusteigen.
Das Einkommen in der Gesundheitsberatung variiert stark, da viele Gesundheitsberater selbstständig arbeiten und ihre Honorare individuell festlegen. Als Orientierung gilt ein Mediangehalt von etwa 3.951 Euro brutto monatlich, wobei tatsächliche Einnahmen je nach Erfahrung, Spezialisierung und Kundenstamm deutlich abweichen können.









