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Medi-Karriere Medizinische Berufe Assistenzarzt Gehalt

Assistenzarzt Gehalt

Assistenzarzt Gehalt

Ausbildungsvergütung

keine
coinsolid

Einstiegsgehalt

5.298 Euro

Mediangehalt

7.058 Euro

740 freie Jobs
als Assistenzarzt/ärztin

  • Ausbildung
  • Gehalt
  • Bewerbung
  • Jobs
  • Karrierewege

Ein Assistenzarzt ist ein Arzt, welcher gerade das Medizinstudium beendet hat und sich in der Regel in der Weiterbildung zum Facharzt befindet. Daher lautet die offizielle Bezeichnung Arzt in Weiterbildung oder Weiterbildungsassistent. Während dieser Ausbildung zum Facharzt spezialisieren sich die Ärzte auf ein Fachgebiet, zum Beispiel die Neurologie.

Assistenzärzte übernehmen Routineaufgaben, zum Beispiel die Morgenvisite, Blutabnahme oder das Verschreiben von Medikamenten. Dabei werden sie stets von den ausbildenden Fachärzten unterstützt und können unter ihrer Aufsicht auch komplexere Behandlungen durchführen. Des Weiteren gehört auch die Dokumentation zu ihrem Berufsalltag.

Was man als Assistenzarzt verdient, welche Tarifverträge es gibt und wie sich das Gehalt zwischen den Bundesländern unterscheidet, wird in diesem Artikel behandelt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mediangehalt: Assistenzärzte verdienen je nach Tarifvertrag etwa 7.058 Euro brutto pro Monat.
  • Einstiegsgehalt: Zum Berufseinstieg liegt das Gehalt meist bei rund 5.298 Euro brutto monatlich.
  • Gehaltsentwicklung: Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Einkommen kontinuierlich und kann im 6. Jahr über 7. Jahr brutto monatlich erreichen.
  • Einflussfaktoren: Das Gehalt hängt vor allem von Tarifvertrag (TV-Ärzte), Arbeitgeber, Bundesland und Berufserfahrung ab.
  • Zuschläge: Zusätzliche Einnahmen sind durch Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste möglich.

Assistenzarzt – Gehalt in der Ausbildung

Um als Assistenzarzt tätig sein zu können, muss man das Medizinstudium abschließen. Dieses dauert in der Regel zwölf Semester und somit sechs Jahre. Dieser Studiengang nimmt also die doppelte Dauer in Anspruch als andere Studiengänge mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern. Mit einer zuvor abgeschlossenen Ausbildung, etwa als Pflegefachperson, kann die Studiendauer eventuell verkürzt werden.

Das Studium wird nicht vergütet, somit muss man sich überlegen, wie man diese langjährige Ausbildung finanzieren kann. Eine Möglichkeit ist ein Nebenjob oder die Unterstützung der Familie. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung, zum Beispiel durch BAföG, ein Stipendium, einem Studienkredit oder Bildungsfond.

Assistenzarzt – Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

Das Einstiegsgehalt eines Assistenzarztes variiert, je nachdem in welchem Bundesland man tätig ist und bei welcher Art von Einrichtung man angestellt ist. Denn verschiedene Einrichtungen nutzen unterschiedliche Tarifverträge. So erhält man in einem kommunalen Krankenhaus 1. Jahr und in einer Universitätsklinik 1. Jahr im Monat. Bei einer kirchlichen Einrichtung wie der Diakonie beträgt die Vergütung im ersten Jahr 1. Jahr, eine private Klinik wie die Asklepios Klinik zahlt 1. Jahr Euro.

Ist das Gehalt nicht tariflich geregelt, wird es individuell verhandelt. Man kann sich jedoch an den bestehenden Tarifen orientieren und ein ähnliches Gehalt erwarten. Mit jedem Jahr der Berufszugehörigkeit steigt das Gehalt automatisch an, so kann ein Assistenzarzt im sechsten Jahr rund 7. Jahr bis 13. Jahr verdienen.

Assistenzarzt – Gehalt nach Art der Einrichtung

Assistenzärzte arbeiten typischerweise in Krankenhäusern, Kliniken oder Facharztpraxen. Je nachdem um welche Art von Einrichtung es sich handelt, unterscheidet sich das Gehalt eines Assistenzarztes, da es verschiedene Tarifverträge gibt. Im öffentlichen Dienst gibt es zwei Verträge, zum einen den TV-Ärzte VKA für kommunale Krankenhäuser, zum anderen den TV-Ärzte TdL für Universitätskliniken. Kirchliche Einrichtungen orientieren sich an ihren eigenen Tarifen. So gelten bei der Diakonie zum Beispiel die Arbeitervertragsrichtlinien (AVR). Private Kliniken haben häufig ebenfalls hauseigene Tarife. Wie diese Tarifverträge aussehen, wird folgend dargestellt.

Gehalt im öffentlichen Dienst

In einem kommunalen Krankenhaus, welches nach dem TV-Ärzte VKA vergütet, erhält ein Assistenzarzt je nach Berufsjahr 1. Jahr bis 13. Jahr.

Entgeltgruppe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
I Assistenzarzt 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr 6. Jahr
5.722,05 6.046,42 6.278,07 6.679,58 7.158,37 7.355,29
II Facharzt 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr 9. Jahr 11. Jahr 13. Jahr
7.552,19 8.185,40 8.741,40 9.065,74 9.382,33 9.698,91
III Oberarzt 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr
9.459,56 10.015,53 10.810,95
IV Ltd. Oberarzt 1. Jahr 4. Jahr
11.127,50 11.922,95

Gültig von 01.06.2026 bis 31.12.2026

Quelle: Marburger Bund

Ist ein Assistenzarzt in einer Universitätsklinik angestellt, wird er oder sie nach TV-Ärzte TdL in Gruppe 1 mit 1. Jahr bis 13. Jahr vergütet.

Entgeltgruppe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Assistenzarzt 1. Jahr 2. Jahr  3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr 6. Jahr
5.626,91 € 5.945,86 € 6.173,67 €  6.568,57 € 7.039,34 € 7.222,97 €
Facharzt 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr 9. Jahr 11. Jahr 13. Jahr
7.426,63 € 8.049,32 € 8.596,06 € 8.903,30 € 9.070,79 € 9.302,27 €
Oberarzt 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr
9.302,27 € 9.849,02  € 10.631,15 €
Ltd. Oberarzt 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr
10.942,53 € 11.724,64 € 12.347,33 €

Gültig von 01.01.2026

Quelle: Marburger Bund

Gehalt bei kirchlichen Einrichtungen

Eine kirchliche Einrichtung wie die Diakonie nutzt die Tarife nach den Arbeitervertragsrichtlinien (AVR). Hier beträgt das Gehalt 1. Jahr bis 11. Jahr, abhängig von der Berufszugehörigkeit.

Entgeltgruppe 1. Stufe 2. Stufe 3. Stufe 4. Stufe 5. Stufe
A1 Ärzte 1. Jahr 3. Jahr 6. Jahr 10. Jahr -
5.446,44 € 5.991,67 € 6.451,76 € 6.774,36 € -
A2 Fachärzte 1. Jahr 3. Jahr 7. Jahr 11. Jahr 15. Jahr
6.986,19 € 7.512,88 € 8.364,85 € 8.581,67 € 9.010,78 €
A3 Oberärzte 1. Jahr 3. Jahr 7. Jahr - -
8.659,16 € 9.170,30 € 9.628,80 € - -

Gültig von 01.01.2026 bis 31.12.2026

Quelle: AVR Diakonie Deutschland Stand 01.01.2026

Gehalt bei privaten Einrichtungen

Viele private Kliniken haben hauseigene Tarifverträge. Die Gehälter befinden sich in der Regel in einem ähnlichen Rahmen der öffentlichen Tarife. So verdient ein Assistenzarzt bei der Asklepios Klinik zum Beispiel 1. Jahr bis 13. Jahr monatlich.

Entgeltgruppe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Assistenzarzt 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr 6. Jahr
5.735 € 6.070 € 6.305 € 6.685 € 7.165 € 7.350 €
Facharzt 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr 9. Jahr 11. Jahr 13. Jahr
7.560 € 8.190 € 8.735 € 9.065 € 9.370 € 9.565 €
Oberarzt 1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr / / /
9.475 € 10.010 10.510 € / / /
Ltd. Oberarzt 1. Jahr / / / / /
11.125 €

Gültig von 01.01.2026 bis 31.12.2026

Quelle: Marburger Bund

Bei der Rhön Klinik sind es 5.624,00 € bis 7.026,00 €. Ist man in einer privaten Klinik, einem privaten Krankenhaus oder einer Facharztpraxis tätig, die nicht nach Tarifverträgen vergüten, liegt es am eigenen Verhandlungsgeschick, wie hoch das Gehalt ausfällt. Dabei kann man sich jedoch an den bestehenden Tarifverträgen orientieren und weiterhin zusätzliche Benefits verhandeln, zum Beispiel eine betriebliche Altersvorsorge.

Rhön 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr 6. Jahr
Assistenzarzt 5.624,00 € 5.955,00 € 6.183,00 € 6.499,00 € 6.785,00 € 7.026,00 €
1. Jahr 4. Jahr 7. Jahr 9. Jahr 11. Jahr 13. Jahr
Facharzt 7.321,00 € 7.897,00 € 8.846,00 € 8.773,00 € 9.132,00 € 9.326,00 €
Oberarzt 9.167,00 € 9.664,00 € 10.161,00 €
leitender Oberarzt 10.577,00 €

Gültig von 01.07.2025 bis 31.08.2026

Quelle: Marburger Bund

Assistenzarzt – Gehalt nach Bundesländern

Nicht nur die Einrichtung, in der man arbeitet, ist ausschlaggebend für die Vergütung. Das Bundesland hat ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf das Gehalt. Laut dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit verdienen Assistenzärzte im Mittel 7.058 Euro. Zwischen den Bundesländern gibt es jedoch teilweise hohe Unterschiede.

Folgende Abbildung stellt die Mediangehälter der jeweiligen Bundesländer dar.

Assistenzarzt Gehalt nach Bundesland

(alle Angaben in brutto pro Monat)


Assistenzarzt – Gehalt nach Alter und Geschlecht

Bei einem Tarifvertrag steigt das Gehalt eines Assistenzarztes jährlich automatisch an. Doch auch außerhalb von Tarifverträgen ist es üblich, dass man mit steigender Berufserfahrung ein höheres Gehalt erhält. Daher spielen die Berufserfahrung und somit das Alter eine bedeutende Rolle bezüglich der Vergütung.

Des Weiteren spielt das Geschlecht auch heute noch eine Rolle. Bei einem Tarifvertrag werden die Geschlechter zwar exakt gleich bezahlt, bei einer außertariflichen Vergütung kann dies jedoch nicht garantiert werden.

Die Abbildung stellt das Mediangehalt nach Geschlecht dar.

Assistenzarzt nach Geschlecht

(alle Angaben in brutto pro Monat

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Assistenzarzt – Verdienst im Vergleich mit anderen Berufen

Im Vergleich mit anderen Arztstellen verdient ein Assistenzarzt selbstverständlich deutlich weniger, da diese Stelle ganz unten in der Hierarchie angesiedelt ist. So sind das Facharzt Gehalt sowie das Oberarzt Gehalt und das Chefarzt Gehalt deutlich höher.

Im Vergleich mit anderen medizinischen Berufen sieht das Gehalt der Assistenzärzte jedoch deutlich besser aus. Selbst das Gehalt eines Medizininformatikers oder das Gehalt eines Medizincontrollers – beides anspruchsvolle Positionen – ist geringer als das von Assistenzärzten.

Beruf Bruttogehalt
Chefarzt 23.663 Euro
Oberarzt 12.182 Euro
Facharzt 8.488 Euro
Assistenzarzt 7.058 Euro
Zahnarzt 6.944 Euro
Tierarzt 4.650 Euro
Medizininformatiker 5.624 Euro
Medizincontroller 5.003 Euro
Fachkrankenpfleger 4.788 Euro
Pflegefachperson 4.223 Euro
Gesundheitsmanager 5.326 Euro
Medizinischer Fachangestellter (MFA) 3.129 Euro
Altenpflegehelfer 2.785 Euro

Quelle: Gehalt.de / Bundesagentur für Arbeit - Entgeltatlas

Mehr Gehalt durch Weiterbildungen

Ein Assistenzarzt befindet sich im Normalfall in der Weiterbildung zum Facharzt, welche fünf bis sechs Jahre dauert. Dabei spezialisiert man sich auf ein bestimmtes Fachgebiet, zum Beispiel die Allgemeinmedizin, Chirurgie, Arbeitsmedizin oder Frauenheilkunde. Innerhalb dieser Fachgebiete gibt es teilweise noch weitere Spezialisierungsmöglichkeiten. So kann man sich zum Beispiel neben der Allgemeinchirurgie auf die Gefäßchirurgie, Herzchirurgie, Kinder- und Jugendchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Plastische Chirurgie, Thoraxchirurgie oder Viszeralchirurgie spezialisieren.

Entscheidet man sich zum Beispiel für die Herzchirurgie, ist die Weiterbildung in vier Abschnitte unterteilt: Man verbringt 48 Monate der Herzchirurgie, sechs Monate in der Notfallaufnahme und sechs Monate in der Intensivmedizin. Die restlichen zwölf Monate können in anderen Gebieten abgeleistet werden. Am Ende der Weiterbildung findet eine Facharztprüfung statt. Hat man diese bestanden, trägt man den Titel “Facharzt” mit dem Zusatz seines Fachgebietes, zum Beispiel “Facharzt für Herzchirurgie”.

Als ausgebildeter Facharzt kann man je nach Einrichtung, Tarifvertrag und Bundesland mit einem Einstiegsgehalt von 7.340 Euro rechnen. Mit steigender Berufserfahrung steigt ebenfalls das Gehalt. Die langjährige Weiterbildung lohnt sich aber nicht nur, weil man damit mehr Geld verdienen kann. Auch die Tätigkeit als Facharzt selbst spricht dafür. Denn als Facharzt kann man weitaus mehr Aufgaben und mehr Verantwortung übernehmen. Des Weiteren haben Fachärzte nach einigen Jahren der Berufserfahrung die Möglichkeit, höhere Positionen, zum Beispiel die Oberarztstelle, anzustreben.

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Häufige Fragen

  1. Wie viel verdient ein Assistenzarzt?
  2. Assistenzärzte verdienen je nach Tarifvertrag und Erfahrung ein Mediangehalt von etwa 7.058 Euro brutto im Monat.

  3. Wie hoch ist das Einstiegsgehalt als Assistenzarzt?
  4. Das Einstiegsgehalt liegt meist bei rund 5.298 Euro brutto monatlich im ersten Jahr der Weiterbildung.

  5. Wie entwickelt sich das Gehalt während der Weiterbildung?
  6. Mit jedem Weiterbildungsjahr steigt das Gehalt an und kann bis zum 6. Jahr auf über 7. Jahr brutto monatlich anwachsen.

  7. Wovon hängt das Gehalt als Assistenzarzt ab?
  8. Das Einkommen wird vor allem durch den Tarifvertrag (zum Beispiel TV-Ärzte VKA oder TdL), den Arbeitgeber (Uniklinik, kommunales oder privates Krankenhaus) sowie die Berufserfahrung bestimmt.

  9. Kann man als Assistenzarzt mehr verdienen?
  10. Ja, durch Bereitschaftsdienste, Nachtarbeit oder Wochenenddienste können Assistenzärzte zusätzliche Zuschläge erhalten und ihr Gehalt erhöhen.

Quellen
  1. Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Assistenzarzt/-ärztin, https://web.arbeitsagentur.de/... (letzter Zugriff am 15.04.2026)
  2. Marburger Bund, Tarifverträge, https://www.marburger-bund.de/... (letzter Zugriff am 15.04.2026)
  3. Diakonie, AVR.DD 2026, https://www.diakonie-portal.de/... (letzter Zugriff am 15.04.2026)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Florentina Blakaj
Florentina Blakaj
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 09.07.2026

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Ausbildung Gehalt
  2. Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
  3. Gehalt nach Art der Einrichtung
  4. Gehalt nach Bundesland
  5. Gehalt nach Alter und Geschlecht
  6. Weitere Gehälter im Vergleich
  7. Mehr Gehalt durch Weiterbildungen
  8. Stellenangebote als Assistenzarzt

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